"Heimatlos und zerrissen" - Das Porträt eines Türken

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"Heimatlos und zerrissen" - Das Porträt eines Türken

27. September 2017 - 20:00
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Metin Aktay lebt seit 35 Jahren in Sinsheim-Hoffenheim, arbeitet als Maler und engagiert sich als Schiedsrichter und ist Mitglied des Fußballvereins 1899 Hoffenheim. Trotzdem war der Weg dahin nicht einfach, lebt er doch immer noch zwischen zwei Kulturen.

Screenshot vom Cover

Heidelberg / TP - Was bedeutet es, sich in Deutschland zu integrieren. Welchen schmerzhaften Weg muss man einschlagen, um sich zu integrieren. Kann es sogar soweit gehen, dass man sich von der eigenen türkischen Familie distanziert? Darauf hat vielleicht das Buch von Metin Aktay einige Antworten. Der 45-jährige Hoffenheimer hat hierzu ein Buch geschrieben.

In einer Zeit, in der Menschen ihre unsichere Heimat verlassen müssen und notgedrungen zu Flüchtlingen werden, kommt viel Diskussionsbedarf in der Bevölkerung auf. „Gefährden die Ausländer unsere Kultur?", „Passen sie sich unseren gesellschaftlichen Werten an?", „Wie kriminell sind die Flüchtlinge und müssen wir Angst vor ihnen haben?" Viele Ansichten sind differenziert, wägen Pro und Contra ab, andere wiederum sind sehr polemisch, pauschalisieren die Flüchtlinge. Auch auf deren Seite stellen sich existentielle Fragen. „Wie soll es weitergehen?", „Wie willkommen sind meine Familie und ich im fremden Land?", Kann ich bleiben oder muss ich weiterziehen?" 
Mit diesem Buch möchte Aktay die Chance nutzen, die Ansichten eines in Deutschland geborenen, badischen Türken zum Thema Integration wiederzugeben und über sein äußerst bewegtes Leben zu erzählen. Vielleicht hilft es dem interessierten Leser, die Erfahrungen als Ansporn zu sehen, das Thema Integration einmal von beiden Seiten zu betrachten.

Das Taschenbuch "Heimatlos und zerrissen" (221 Seiten) kann vom Ventura Verlag oder direkt beim Autor erworben werden.

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