Istanbul: Terroranschlag auf Nachtclub

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Istanbul: Terroranschlag auf Nachtclub

01. Januar 2017 - 02:09
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Bei einem bewaffneten Terroranschlag auf ein Nachtclub in Istanbul sind nach ersten Angaben des Provinzgouverneurs mindestens 35 Menschen getötet, mehr als 40 verletzt worden.

Istanbul: Terroranschlag auf Nachtclub

Istanbul / TP - In Istanbul drang ein mit Sturmgewehr bewaffneter Mann in ein Nachtclub in Ortaköy ein und schoß in die Menge, die den Jahreswechsel feierten. Bislang, so teilte Provinzgouverneur Vasip Sahin während einer kurzen Presseerklärung vor dem Nachtclub Reina direkt am Ufer des Bosporus mit, seien 35 Menschen getötet, mehr als 40 Personen verletzt worden, darunter mehrere mit schweren Verwundungen.

Die Istanbuler Sicherheitsbehörden hatten aufgrund einer signafikant hohen Terrorgefahr die Sicherheitsstufe vor dem Silvester erhöht. Es waren am Jahreswechsel mehr Polizisten und Sondereinsatzkräfte im Dienst als sonst. Dennoch gelang es dem Attentäter laut einer Videoaufzeichnung ausserhalb des Clubs nur eine Stunde nach Mitternacht, einen Polizist am Eingang des Clubs niederzuschießen und danach im vollbesetzten Nachtclub Reina - man geht von bis zu 800 Gästen aus - um sich zu schießen und dabei einen weiteren Polizisten zu verletzen. Es wird nicht ausgeschlossen, dass der Nachtclub auch von ausländischen Gästen aufgesucht wurde und dass die Tat von bis zu 3 Tätern verübt wurde. Im sozialen Netzwerk kursierende Videoaufzeichnung vom der asiatischen Seire aus vom Bosporus, worin mehrere Mündungsfeuer zu erkennen sind, die in der Nacht aufflackern.

Mehrere Gäste waren in Panik auch in den eiskalten Bosporus gesprungen oder versuchten an der Promenade Deckung zu finden, erklärten mehrere Augenzeugen. Es wird auch davon berichtet, dass der Attentäter in einem Nikolaus-Kostüm den Nachtclub gezielt aufsuchte. Zur Zeit sollen Sondereinheiten der Polizei im weiten Umkreis sowie den Club selbst durchsuchen, die Küstenwache den Club von Meer aus abgeriegelt haben. Ob der Attentäter gefasst oder getötet wurde, ist bislang nicht bekannt. Die Behörden verhängten kurze Zeit später eine Nachrichtensperre.

Landesweit wurden seit Anfang Dezember mehrere Antiterror-Operationen in Zusammenhang mit dem Islamischen Staat (IS/Daesh) durchgeführt, mehrere Dutzend Personen verhaftet. Zuletzt nahm die Istanbuler Polizei am 22. Dezember 31 Personen fest. In Ankara hatte die Polizei erst am Samstag früh mehrere Personen festgenommen, denen Mitgliedschaft in der IS vorgeworfen wird.

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