Türken setzen in Brüssel ein Zeichen: Keinen Raum für die PKK bieten

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Türken setzen in Brüssel ein Zeichen: Keinen Raum für die PKK bieten

01. April 2016 - 00:50
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Die in Belgien lebenden Türken haben in der Hauptstadt Brüssel auf dem Platz Madou ein Informationszelt aufgeschlagen, um das blutige Gesicht des PKK-Terrors zur Schau zu stellen. 

Brüssel/TP - Der Brüsseler Vertreter der Union Europäisch-Türkischer Demokraten (UETD), Basir Hamarat erklärte nach dem Aufbau eines Informationsstandes in der Hauptstadt Belgiens, dass sie im Zentrum Europas dieses Zeichen setzen müssen, um den internationalen Terror entgegen zu treten. In dem Zelt werden laut UETD Bilder der Terroropfer aus der ganzen Welt ausgestellt, einschließlich Terroropfer aus der Türkei, Belgien, Frankreich und Pakistan. „Wir wollen damit der Welt zeigen, wie unmenschlich der Terrorismus ist. Nicht nur die Terroropfer in Europa, sondern auch die in der Türkei sind für uns wichtig. Ob PKK oder IS, wir sind gegen jede Art von Terrororganisation“, sagte Hamarat weiter. Die UETD hatte bei der Stadt Brüssel die Genehmigung beantragt, jedoch nur 2 Tage erhalten. Laut UETD in Brüssel, will man jedoch die Genehmigung für den Informationsstand verlängern.

Die Union Europäisch-Türkischer Demokraten in Belgien, der eine Nähe zur AKP nachgesagt wird, hatte Anfang der Woche angekündigt, genau vor dem EU-Parlament ein Infozelt aufbauen, die den Terror der PKK veranschaulichen soll. In der Gemeinde Schaerbeek hatte zuvor der türkischstämmige stellvertretende Bürgermeister Sait Köse in einem Brandbrief den Brüsseler Oberbürgermeister aufgefordert, die Duldung und Genehmigung eines PKK-Informationsstandes nahe des EU-Parlaments zu überdenken. Köse erklärte darin, dass das Informationszelt, die für die Terrororganisation PKK Propaganda betreibe, schüre innerhalb der Gesellschaft Zwietracht und fördere zudem den Terrorismus. Ausserdem forderte Köse den Oberbürgermeister auf, einige Fragen zu erklären, die in Zusammenhang mit der Erlaubnis und den Befürwortern stehen. Köse erklärte in einem Interview gegenüber einer belgischen Tageszeitung, dass die Antwort des Brüsseler Oberbürgermeisters von ihm veröffentlicht werde.

Eine PKK-nahe Interessengruppierung hatte noch vor dem EU-Türkei Gipfel Mitte März ein Informationsstand mit einem Zelt aufgebaut und darin für die Terrororganisation PKK propagiert. Trotz heftiger Kritik aus der Türkei, blieb der Stand auch über die Gipfel-Verhandlungen hinweg am Platz. Wie jetzt berichtet wird, soll die Genehmigung abgelaufen sein, der Informationsstand abgebaut worden sein.