Brandanschlag gegen Schwedens größte schiitische Moschee

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Brandanschlag gegen Schwedens größte schiitische Moschee

01. Mai 2017 - 15:23
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Die Muslime in der Gemeinde Järfälla in der schwedischen Provinz Stockholms län sind besorgt. Am Sonntagabend ging die größte schiitische Moschee in Flammen auf. Die Polizei geht inzwischen von Brandstiftung aus.

Brandanschlag gegen Schwedens größte schiitische Moschee

Stockholm / TP - Der Sprecher der größten schiitischen Moschee in Järfälla, einer Gemeinde in der schwedischen Provinz Stockholms län, zeigt sich sichtlich besorgt über den Brand und die Hintergründe. In den Aufzeichnungen der Videoüberwachung ist ein Mann zu erkennen, der  Sonntagnacht vom Tatort flieht. Das Feuer brach um 23:16 Uhr aus und erfasste bald das gesamte Gebäude. Die Feuerwehr konnte zwar das Feuer unter Kontrolle bringen, aber ist erheblicher Sachschaden entstanden.

Es ist nicht der erste Brandanschlag, die einer Moschee in Schweden galt. Im Oktober brannte schon einmal eine schiitische Moschee in Malmö aus. Zwar wurde ein Mann mit dem Brandanschlag in Zusammenhang gebracht, doch von einem Gericht freigesprochen. Was blieb ist die Gewissheit, dass der Hass auf Muslime inzwischen zu Formen übergeht, die Gewalt beinhaltet. Gewalt gegen Gotteshäuser und auch Muslime selbst.

Nach Angaben der Tageszeitung "Aftonbladet" hat die Polizei die Videoüberwachungsaufzeichnung der Moschee in Järfälla ausgewertet. Man geht inzwischen von Brandstiftung aus, will aber zum Tathergang nichts sagen. Durch den Großbrand wurde die Rückseite der Imam-Ali Moschee komplett betroffen. Die größte schiitische Moschee in Schweden hat 12 000 registrierte Mitglieder und die Moschee beherbergt auch eine Bibliothek mit mehr als 3.000 Büchern, die durch den Brand ebenfalls betroffen worden ist.

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