Palästinensische Sanitäterin aus Gaza von Scharfschützen erschossen

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Palästinensische Sanitäterin aus Gaza von Scharfschützen erschossen

02. Juni 2018 - 01:14
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Das palästinensische Gesundheitsministerium berichtet, dass die freiwillige Sanitäterin Razan al-Najjar am Freitag von israelischen Soldaten in der Nähe von Chan Yunis erschossen wurde. 

Palästinensische Sanitäterin aus Gaza von Scharfschützen erschossen

Ankara / TP - Das palästinensische Gesundheitsministerium berichtet, dass die freiwillige Sanitäterin Razan al-Najjar (21) am Freitag von israelischen Soldaten in der Nähe von Chan Yunis erschossen wurde. Damit hat sich die Zahl der Todesopfer während der Demonstrationen im Grenzgebiet zwischen dem Gazastreifen und Israel auf 123 erhöht.

Laut dem Sprecher des Gesundheitsministeriums, Ashraf al-Qudra, war Najjar eine freiwillige Sanitäterin des Ministeriums und trug eine weiße Sanitäterbekleidung, als sie am Freitag im südlichen Gazastreifen in der Nähe von Chan Yunis während eines Einsatzes von israelischen Scharfschützen erschossen wurde. Sie soll durch einen Brustdurchschuss ums Leben gekommen sein.

Das israelische Militär gab in einer Presseerklärung bekannt, dass am Freitag erneut "tausende Palästinenser" versucht hätten, entlang der Grenze an 5 Orten den Sicherheitszaun mit brennenden Reifen zu beschädigen. Es seien auch Schüsse auf Militärfahrzeuge abgegeben worden und die Soldaten hätten im Einklang mit den Regeln ihres Engagements gehandelt. Ein Sprecher der israelischen Armee erklärte, man würde dem Bericht nachgehen und prüfen. 

Bei den seit dem 30. März anhaltenden Protesten fordern Palästinenser, dass die seit 1948 im Konflikt geflohenen oder vertriebenen Palästinenser wieder in ihre angestammten Gebiete in Israel zurückkehren dürfen. Die Proteste erreichten ihren Höhepunkt am 14. Mai, als mindestens 61 Palästinenser bei Zusammenstößen von der israelischen Armee getötet wurden, die am selben Tag gegen die Verlegung der US-Botschaft nach Jerusalem protestieren wollten. 

Geplant sind Bauprojekte, die rund 30 jüdische Siedlungen im Westjordanland vorsehen. Darin enthalten sind die Genehmigungen von 2.500 neuen Häusern und das Vorantreiben von 1.400 Häusern. Demnach werden 400 neue Häuser in Ariel entstehen, 460 in Ma'ale Adumim, 180 in Talmon, 170 in Neve Daniel, 160 in Klar Etzion, 130 in Tene Omarim, 130 in Avnei Hefetz, 150 in Kirjat Arba, 80 in Hinkniet, 60 in Halamisch, 45 in Ma'ale Efrayim und 40 in Alfe Menasche. 

Unterdessen hat das türkische Außenministerium in einer Note Israel für ihre jüngste Siedlungspolitik scharf verurteilt. Am Freitag gab das Außenministerium bekannt, dass die angestrebte neue Siedlung im Westjordanland mit rund 3.900 neuen Häusern, die Friedenspolitik und sämtliche UN-Resolutionen untergrabe. Ferner forderte man Israel auf, die Häuser der Palästinenser im Westjordanland nicht anzurühren. Sämtliche dahingehenden Bestrebungen würden gegen UN-Resolutionen und Konventionen verstoßen.

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