Spendenaktion für Kurden der Sevim Dagdelen beleidigt hat

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Spendenaktion für Kurden der Sevim Dagdelen beleidigt hat

02. November 2018 - 17:17
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Ein 24-jähriger Duisburger kann unverhofft mit einer Spende rechnen, sollte er sich rechtzeitig beim Generalsekretär der AD-Demokraten melden. Der müsste die Geldstrafe wegen Beleidigung der Linken-Politikerin Sevim Dagdelen dann nicht aus der eigenen Tasche bezahlen, Landsleute würden für das Strafgeld aufkommen.

Spendenaktion für Kurden der Sevim Dagdelen beleidigt hat

Duisburg / TP - Ein 24-jähriger Duisburger wurde vergangenen Mittwoch zu einer Geldstrafe von 600,- Euro verurteilt. Das Amtsgericht in Duisburg sah es laut der WAZ als erwiesen an, dass der bislang unbescholtene Rheinhausener Türke kurdischer Abstammung die Linken-Politikerin Sevim Dagdelen beleidigt hatte. Nun kann der Duisburger mit der Unterstützung durch Landsleute rechnen, wenn er sich denn auch beim Generalsekretär der Migrantenpartei AD-Demokraten meldet, der eine Spendenaktion angestoßen hat.

Bislang hat die Spendenaktion des Generalsekretärs der Allianz Deutscher Demokraten, Halil Ertem, rund 1.100,- Euro eingebracht, die er vor zwei Tagen über soziale Medien angestoßen hat. In einem Aufruf auf Facebook bat Ertem die türkischen Landsleute auf, für den Duisburger zu Spenden, der aufgrund einer Anzeige der Linken-Politikerin Sevim Dagdelen vom Amtsgericht zu 600,- Euro Geldstrafe verurteilt wurde. Ertem erklärte hierzu, er verteidige nicht die Beleidigung an sich, sondern den Mut des unerfahrenen "Kurden", sich öffentlich gegen die kurdischstämmige deutsche Politikerin Dagdelen zu positionieren. Der Generalsekretär betonte dabei, dass er die Beleidigung an sich nicht "honoriere", sondern Wege aufzeige, wie man in Zukunft Kritik im Rahmen der Meinungsfreiheit äussern und Dagdelen wegen ihrer Nähe zur Terrororganisation PKK verurteilen kann. 

Halil Ertem zufolge müsste sich der Duisburger jedoch noch melden, damit ihm geholfen werden könne. Die Spendenaktion läuft über den Bezahldienst Paypal noch bis zum 1. Dezember. Sollte der Spendenbetrag über 600,- Euro werden, will Ertem den Restbetrag an die türkische Stiftung für Terroropfer von Militärangehörigen  „Mehmetcik Vakfi“ spenden. Aktuell hat die Spendenaktion über 1.100,- Euro eingebracht.

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