Acht Tote bei Terroranschlag in der Südosttürkei

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Acht Tote bei Terroranschlag in der Südosttürkei

04. Oktober 2018 - 21:23
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Bei einem Bombenanschlag gegen ein gepanzertes Militärfahrzeug im Südosten der Türkei sind nach jüngsten Medienberichten acht Soldaten ums Leben gekommen. 

Acht Tote bei Terroranschlag in der Südosttürkei

Batman / TP - Bei einem Bombenanschlag gegen ein gepanzertes Militärfahrzeug im Südosten der Türkei sind nach jüngsten Medienberichten acht Soldaten ums Leben gekommen. Nach ersten Erkenntnissen hatten Terroristen in den frühen Morgenstunden den selbstgebauten Sprengsatz unterhalb des Asphalts in der Nähe von Hasankeyf in der Provinz Batman gezündet, als das Militärfahrzeug mit insgesamt 9 Soldaten patroullierte. Nach Monaten ist es der schwerste Terroranschlag.

Beim letzten Bombenanschlag im August dieses Jahres starben in der Provinz Hakkari bei Yüksekova eine Ehefrau und ihr elf Monate altes Kind, als sie von einem Besuch des Militärpostens zurückkehrten.

Ersten Meldungen zufolge starben in Hasankeyf vier Soldaten, fünf Soldaten wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Die Zahl der Todesopfer stieg aber im laufe des Tages auf acht, der letzten Meldung zufolge erlag ein weiterer Soldat am späten Nachmittag seinen Verletzungen. Medienangaben nach verstarb der Gefreite während der Überführung in das Militärkrankenhaus GATA in der Hauptstadt Ankara. Nach einer großangelegten Operation wurde ein mit einer Kalaschnikov bewaffneter Tatverdächtiger gefasst.

In einer ersten Reaktion verurteilten der Vorsitzende der Oppositionspartei CHP Kemal Kılıçdaroğlu, der Vorsitzende der MHP Devlet Bahçeli sowie die Vorsitzende der IYI-Partei Meral Akşener den Terroranschlag scharf. Lediglich die prokurdische HDP hielt sich bedeckt.

Staatspräsident Erdoğan erklärte während einer Pressesitzung, dass die Tat nicht ungesühnt bleiben werde. „Der Kampf gegen den Terror wird entschlossen fortgesetzt und wird auch in Zukunft fortgesetzt werden. Die Tat an unserer Märtyrer und Veteranen wird nicht ungesühnt bleiben. Sie haben sieben Soldaten getötet, dann werden wir dafür 700 Terroristen unschädlich machen“, sagte Erdoğan weiter.

Parlamentspräsident Binali Yıldırım verurteilte bei der Eröffnung des Wintersemesters der Ege-Universität in Izmir den Terroranschlag. Dabei kündigte Yıldırım an, den entschlossenen Kampf gegen den Terror bis zur Beseitigung des letzten Terroristen im In- wie Ausland fortzusetzen.

Ibrahim Kalın, der Sprecher des Staatspräsidenten Erdoğan, veröffentlichte eine Mitteilung im sozialen Netzwerk, in der er für die gefallenen Soldaten in Batman bei Hasankeyf sein Beileid aussprach und den Verletzten schnelle Genesung wünschte. Das Blut der Märtyrer werde nicht auf dem Boden bleiben. Die türkische Flagge werde weiterhin frei am Himmel wehen, so in der Mitteilung von Kalın.

Der ehemalige Generalstabschef und jetzige Verteidigungsminister Hulusi Akar kündigte einen entschlossen Kampf gegen der Terror an, bis der letzte Terrorist außer Gefecht gesetzt wird.    

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