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Freedom for Öcalan aber Prügel für Polizisten

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Freedom for Öcalan aber Prügel für Polizisten

04. November 2017 - 21:54
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Wegen erheblicher Verstöße gegen Versammlungsauflagen stoppte die Polizei in Düsseldorf die beiden Demonstrations-Aufzüge PKK-naher Vereine und Gruppierungen und ließ sie nicht bis zum geplanten Kundgebungsort marschieren. Dabei kam es dann zu Angriffen gegen Beamte, drei wurden schwer, neun weiter zum Teil leicht verletzt.

Düsseldorf - Freedom for Öcalan aber Prügel für Polizisten

Düsseldorf / TP - Wegen erheblicher Verstöße gegen Versammlungsauflagen stoppte die Polizei in Düsseldorf die beiden Demonstrations-Aufzüge PKK-naher Vereine und Gruppierungen, die unter dem Motto "Freedom for Öcalan" durch Düsseldorf marschieren wollten. Die Polizei ordnete gegenüber den Veranstaltern, darunter der NAV-DEM e.V., die Beendigung der Kundgebungen und ließ sie nicht bis zum geplanten Kundgebungsort marschieren. Dabei kam es dann zu Angriffen gegen Beamte. Drei Polizeibeamte wurden schwer, neun weitere zum Teil leicht verletzt.

Laut Behörden hatten sich die zwei Aufzüge ab 11.30 Uhr mit circa 2.000 (Startpunkt Friedrich-Ebert-Straße) und circa 4.000 Teilnehmern (Startpunkt Apollo-Platz) in Bewegung gesetzt und waren ihrer angemeldeten Route gefolgt. Gegen 12.40 Uhr wurden dann unter den Teilnehmern auf der Steinstraße Fahnen verteilt und präsentiert, die gemäß polizeilicher Auflagen nicht zugelassen waren, darunter die Symbole der PKK, YPG und Konterfei des Terrorchefs Abdullah Öcalan. Insbesondere diese polizeiliche Auflage war zuvor durch das Oberverwaltungsgericht überprüft und bestätigt worden. 

Der Aufzug wurde durch die Polizei gestoppt. Den Versammlungsteilnehmern wurde mitgeteilt, dass eine Fortsetzung des Aufzugs nicht zugelassen werde, solange das Zeigen der laut Auflagen verbotenen Abbildungen andauere. An der Aufzugspitze im Bereich Breitestraße/Grabenstraße kam es dann zu Angriffen gegen Polizeibeamte, unter anderem mit Fahnenstangen, Zwillen sowie Steinwürfen. Die Beamten setzten daher Pfefferspray gegen die Angreifer ein. 

Die Polizei gab bekannt, dass die Teilnehmer jederzeit die Möglichkeit besaßen, die betreffenden Fahnen einzurollen und die Kundgebung fortzusetzen, was aber trotz intensiver Bemühungen der Polizei nicht gelang. Um 17 Uhr wurde die Versammlung durch die Versammlungsleiterin vorzeitig für beendet erklärt. Die bis dahin verbliebenen rund 3.000 Teilnehmer verließen den Versammlungsort zu Fuß sowie mit Reisebussen.

Laut dem letzten Stand wurden insgesamt drei Polizeibeamte schwer und neun leicht verletzt. Zwei Teilnehmer sollen leicht verletzt worden sein. Es kam zu neun Freiheitsentziehungen, unter anderem ein 34-jähriger Mann, der nach dem Schuss mit einer Zwille per Videoaufzeichnung identifiziert und wenig später festgenommen werden konnte.

Die PKK-nahe Organisation NAV-DEM e.V. hat für Montag, Dienstag und Mittwoch weitere Kundgebungen in Berlin anberaumt. 

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