Vergewaltigungen und sexueller Missbrauch!

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Vergewaltigungen und sexueller Missbrauch!

05. Juli 2018 - 21:07
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In den sozialen Medien werden die Rufe nach der Todesstrafe in der Türkei immer lauter und mit Nachdruck gefordert.

Vergewaltigungen und sexueller Missbrauch!

Kommentar - Es gehört in der Menschheitsgeschichte zu den unwürdigsten und grauenvollsten Schandtaten, andere Menschen gegen ihren Willen sexuell zu missbrauchen und sie anschließend brutal zu ermorden. Wer aus einer persönlichen Befriedigung heraus mit dem Menschenleben anderer spielt, hat auch eigentlich das Recht verwirkt auf ein weiterführendes Leben auf dieser Welt.

In den sozialen Medien werden die Rufe nach der Todesstrafe immer lauter und mit Nachdruck gefordert. Natürlich muss dieser Abschaum von der Allgemeinheit ferngehalten und größtmöglich bestraft werden.

Nur wie sieht die größtmögliche Bestrafung aus?

Viele Foristen fordern konsequenterweise die Einführung der Todesstrafe und unternehmen dabei einen Versuch aus Mitgefühl ihre Rachegelüste zu befriedigen. Sicherlich hat kein Vergewaltiger, Kinderschänder und kaltblütiger Mörder es verdient, weiter an diesem Leben teilzunehmen. Nur stellt sich für mich die Frage, ob die Todesstrafe die größtmögliche Bestrafung darstellt.

Mit der Todesstrafe wird der Delinquent in dieser Welt nur „Einmal“ bestraft und muss nur „Einmal“ leiden. Es ist für sie eine schnelle Erlösung und eine endgültige Befreiung. Sinnvoller wäre es, diesen Abschaum der Menschheit bis zum natürlichen Tode hinter Schloss und Riegel zu bringen, ohne dass Sie jemals die Chance bekommen in die Freiheit entlassen zu werden, damit sie tagtäglich für ihre barbarischen Taten erinnert werden und dafür bis zum Tod büßen müssen.

Wer mit der Einführung der Todesstrafe eine Verringerung der Gewalttaten erwartet, sollte sich andere Länder, die die Todesstrafe seit Jahren anwenden, zu Gemüte führen. In vielen Bundesstaaten der USA kommt die Todesstrafe heute schon zur Geltung mit dem Ergebnis, dass die USA bei Mord und Vergewaltigung weltweit einen der vordersten Plätze belegen. Folgerichtig kann man konstatieren, dass die Todesstrafe nicht als Abschreckung geeignet ist.

M. Teyfik Oezcan
Freier Journalist

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