Abdullah Öcalan verklagt Griechenland

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Abdullah Öcalan verklagt Griechenland

05. November 2015 - 20:41
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Am 9. November wird im Verwaltungsgericht von Athen die Klage Abdullah Öcalans gegen die griechische Regierung gehört. 

In einer gestrigen Pressekonferenz in Athen hat eine kurdischen Kulturvereinigung angekündigt, dass das Verwaltungsgericht in Athen über die Klage Abdulah Öcalans verhandeln werde. Es gehe dabei um die Abschiebung Öcalans durch Griechenland im Jahr 1999, die laut der Verteidiger unrechtmäßig gewesen sei. Dilek Öcalan, ehemaliges Mitglied des türkischen Parlaments und Nichte Abdullah Öcalans erklärte in der Pressekonferenz, dass die Verschwörung gegen Abdullah Öcalan 1998 begann und mit der geheimen Abschiebung durch Griechenland nach Kenia 1999 endete, als türkische Geheimdienstler ihn nach verlassen der griechischen Botschaft in Nairobi fassten. Laut Dilek Öcalan sei die Abschiebung Abdullah Öcalans trotz beantragtem Asyl unrechtmäßig gewesen. Bei der Pressekonferenz waren waren die Anwälte aus der Türkei und der gesetzliche Vertreter in Griechenland, Yannis Rachiotis anwesend.

Abdullah Öcalan ist einer der Führer der unter anderem in den USA, in den Staaten der EU und der Türkei als Terrororganisation eingestuften PKK, deren Vorsitzender er von ihrer Gründung 1978 bis zu ihrer Umbenennung 2002 war. 1999 wurde Öcalan in der Türkei wegen Hochverrats, Bildung einer terroristischen Vereinigung, Sprengstoffanschlägen, Raub und Mord zum Tode verurteilt. 2002 wurde das Urteil nach Aufhebung der Todesstrafe in Friedenszeiten auf lebenslänglich abgeändert.