YPG beschießt Flüchtlingscamp im syrischen Atmeh

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YPG beschießt Flüchtlingscamp im syrischen Atmeh

06. Februar 2018 - 16:39
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Bei einem Mörserangriff der Terrororganisation YPG sind nach Angaben der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu drei syrische Flüchtlinge getötet worden. Mehr als 15 Menschen  wurden verletzt. Die Mörser sollen örtlichen Beobachtern zufolge aus der Gemeinde Jindires im Distrikt Afrin abgefeuert worden sein.

YPG beschießt Flüchtlingscamp im syrischen Atmeh

Reyhanli / TP - Bei einem Mörserangriff der Terrororganisation YPG sind nach Angaben der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu drei syrische Flüchtlinge getötet worden, mehr als 15 weitere wurden dabei verletzt. Die Mörser sollen örtlichen Beobachtern zufolge aus der syrischen Gemeinde Jindires abgefeuert worden sein.

Nach Berichten aus dem Flüchtlingscamp Atmeh herrschte kurzzeitig Panik unter den syrischen Flüchtlingen, als hintereinander drei Mörsergranaten zum Teil in die Zelte direkt einschlugen. Als Retter und Ärzte aus dem Camp eilten, waren laut TV-Interviews bereits drei Menschen tot, darunter eine Frau. Mehr als 15 weitere Flüchtlinge, darunter Frauen und Kinder wurden verletzt. 

Das Flüchtlingscamp liegt direkt an der türkisch-syrischen Grenze östlich der türkischen Stadt Reyhanli in der Provinz Hatay und grenzt auch an das Distrikt Afrin im nördlichen Gouvernement Aleppo. Vor Ort gaben Flüchtlinge an, dass die Granaten aus Richtung der 5km. entfernten Gemeindestadt Jinderes abgefeuert wurden. Das Gebiet um Jinderes wird bis auf ca. wenige Hundert Meter bis zum Flüchtlingscamp von der Terrororganisation YPG gehalten. 

Bislang hat sich die  YPG zu dem Vorfall nicht geäussert. Das Flüchtlingscamp Athem wird seit 2011 in Syrien von freiwilligen Syrern, darunter auch einem Arzt betrieben. Zeitweise wuchs die Zeltstadt auf bis zu 30.000 Flüchtlinge an, die aus der Region Idlib oder Aleppo zeitweise im Camp Zuflucht fanden. Immer wieder soll das Camp Ziel von Mörsergranaten gewesen sein, berichten nun syrische Flüchtlinge heute.

Seit 2014 wird das Distrikt Afrin von der Terrororganisation YPG gehalten. Das Ziel der YPG ist es, das Gebiet in einer sogenannten autonomen Region Rojava aufgehen zu lassen. Seit Mitte Januar versucht die Türkei mit der militärischen Operation "Olivenzweig" die YPG aus der Region zu vertreiben, da weite Teile der ansässigen Bevölkerung vertrieben worden sind, darunter Araber und Turkmenen. Mit der Operation soll es den syrischen Flüchtlingen ermöglicht werden, wieder in ihre angestammten Gebiete zurückzukehren. Dies will die YPG vermeiden und richtet trotz Mahnungen der USA, die Waffen gegen die heranrückende türkische Armee sowie Milizen der Freien Syrischen Armee (FSA). 

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