Anklage gegen Deniz Naki: St. Pauli solidarisiert sich

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Anklage gegen Deniz Naki: St. Pauli solidarisiert sich

Oktober 06, 2016 - 23:07
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Der 2. Ligist St. Pauli hat sich beim Testspiel gegen Werder Bremen mit dem in der Türkei angeklagten ehemaligen Fußballprofispieler Deniz Naki solidarisiert. Ersin Zehir und Cenk Sahin dagegen nicht.

Hamburg / TP - Der 2. Ligist St. Pauli hat sich beim Testspiel am Donnerstagabend gegen Werde Bremen mit dem in der Türkei angeklagten ehemaligen Fußballprofispieler Deniz Naki solidarisiert, der in der Türkei bei Diyarbakir/Amed SK spielt. Die Kiezkicker Ersin Zehir und Cenk Sahin nahmen an der Solidaritätsaktion jedoch nicht teil.

Die Anklage gegen den Fußballprofis Deniz Naki in der Türkei ist seit langem zum Politikum geworden. Naki wird von der Generalstaatsanwaltschaft Diyarbakir vorgeworfen, für die Terrororganisation PKK Propaganda betrieben zu haben. Laut der Anklageschrift habe sich Deniz Naki unter anderem in sozialen Netzwerken Twitter und Facebook mehrfach darüber geäussert oder Bilder ausgetauscht, die nicht die Wirklichkeit wiederspiegeln würden. Der türkische Fußballverband hatte den Stürmerstar zuvor mehrfach von Spielen ausgeschlossen und eine Geldstrafe verhängt, weil er sich während der Spiele politisch geäussert hatte. Naki hatte sich in jüngster Zeit auch mehrfach bei Festivals und Konferenzen der PKK-nahen Vereinigungen in Europa zeigen lassen und so für mehr Publicity gesorgt.

Wie jetzt bekannt wurde, hat der 2. Ligist St. Pauli sich für das Testspiel am Donnerstagabend gegen Werder Bremen eine Solidaraktion ausgedacht, wonach alle Spieler mit dem Nachnamen Naki auf den Platz antreten. Nur zwei der St. Pauli Elf ließen sich nicht einspannen - die Türkischstämmigen Ersin Zehir und Cenk Sahin. Der Verein erklärte auf Twitter:
 

Das Testspiel gegen Werder Bremen endete nach 90 Minuten mit 1:1.