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Box-Europameister Ünsal Arik - Das verlorene Ei

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Box-Europameister Ünsal Arik - Das verlorene Ei

06. Oktober 2018 - 21:42
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Box-Europameister Ünsal Arik wollte beim Erdogan-Besuch in Köln am letzten Wochenende die Gelegenheit nutzen, um mit "seinen Landsleuten" ins Gespräch zu kommen. stern TV hatte ihn zu der Veranstaltung begleitet, die Aufnahme anschließend im TV ausgestrahlt wurde.

Box-Europameister Ünsal Artik - Das verlorene Ei

Köln / TP - Box-Europameister Ünsal Arik wollte nach eigenen Angaben beim Erdogan-Besuch in Köln am 29. September die Gelegenheit nutzen, um mit "seinen Landsleuten" ins Gespräch zu kommen. stern TV hatte ihn zu der Veranstaltung begleitet, die Aufnahme anschließend im TV ausgestrahlt.

Darin kritisierte Arik vor allem die Kölner Polizei und deren Maßnahmen. Die Polizei hatte Ünsal und das TV-Team kurze Zeit später abgepasst und umzingelt. Anscheinend hatten Erdogan-Besucher oder die Security um die Veranstaltung am Kölner DITIB-Moschee, Ünsal Arik als Provokateur gemeldet, woraufhin die Polizei das stern TV-Fernsehteam sowie Arik einkesselten. 

Arik trat zwar nicht aggressiv auf, es sah aber eher danach aus, als hätte sich Arik verlaufen, stand die meiste Zeit wie ein verlorenes Ei herum, wie Beobachter erklärten. Auf der Suche nach einem Gespräch war Arik jedenfalls nicht aus, wie er selbst anschließend immer wieder betonte, schließlich stand eine geraumer Zeit Tolga Özgül und ein weiterer junger Mann im Mittelpunkt der Menschentraube um Arik und das stern TV-Team. Beide betonten, dass die Art und Weise, wie er (Arik) hier auftrete, dass nicht korrekt sei, man dennoch mit ihm Reden werde, was auch teilweise in ruhigen Tönen möglich war, von Arik aber keineswegs erwidert wurde.

Abschließend erklärte Tolga Özgül, Vorsitzender der Genç ASIP zu Arik, als dieser das begonnene Gespräch nicht erwiderte, ob er sich denn verlaufen habe, da ja die Gegendemonstrationen linksextremistischer und PKK-naher Organisationen auf der Deutz und die von der Alevitischen Gemeinde (AABF) am Ebertplatz stattfanden. In beiden Gegendemos war die angegebene Zahl an Demonstranten weit unter den Erwartungen, insgesamt 2.000 Teilnehmer stellte die Polizei abschließend fest.

Tolga erklärte danach in die Menschenansammlung, nach dem seine Kritik von Arik immer noch unbeantwortet blieb, man dürfe sich von Ünsal Arik nicht provozieren lassen und richtete an die Anwesenden, dass die "von Genç ASIP - Junge Europäische Bürgerinitiative Plattform - dazu beitragen wollen, das Verständnis zwischen Deutschland und der Türkei zu verbessern." Im sozialen Netzwerk Facebook erhielt Özgül viel Lob, dafür, dass er die Lage nüchtern angeführt hatte. In einem Beitrag erklärte Özgül, Ünsal Arik könne "unter Erdoğan-Anhängern seine Meinung sagen. Kein Problem. Aber erträgt er auch Kritik? Oder wollte er mitten unter Türkeistämmigen nur provozieren?"

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