• Internetseite der TAK

Diyarbakir - Funksprüche der PKK belegen Bombenanschlag der TAK

Lesezeit
1 Minute
Gelesen zu

Diyarbakir - Funksprüche der PKK belegen Bombenanschlag der TAK

06. November 2016 - 13:14
Kategorie:
0 Kommentare

Die Freiheitsfalken Kurdistans (TAK) hatten sich in ihrem Internetauftritt offiziell zum Bombenanschlag von Diyarbakir mit 11 Todesopfern bekannt, jedoch die Mitteilung wieder aus der Internetseite entfernt. Der Provinzgouverneur von Diyarbakir hat seine Erklärung, die PKK sei für die Tat verantwortlich, erneut bekräftigt und einen abgefangenen Funkspruch veröffentlicht, aus der hervorgeht, dass die Freiheitsfalken Kurdistans, eine Splittergruppe der PKK, den Bombenanschlag vom vergangenem Freitag, auf sich genommen hat.

Diyarbakir - Funksprüch der PKK belegen Bombenanschlag der TAK

Diyarbakir / TP - Mit einer Meldung der BBC, zum Bombenanschlag vom 4. November habe sich der Islamische Staat (IS) bekannt, richteten sich die Blicke auf die türkische Regierung, die zuvor erklärt hatte, die PKK sei dafür verantwortlich. Jetzt erneuert der Provinzgouverneur der südosttürkischen Metropole Diyarbakir seinen Vorwurf, diesmal mit einem abgefangenen Funkspruch und erklärt, dass die TAK, eine Splittergruppe der Terrororganisation PKK, den Bombenanschlag mit 11 Todesopfern und mehr als 100 Verletzten im Zentrum von Diyarbakir-Baglar zu verantworten hat.

In dem Audiomitschnitt, die der Provinzgouverneur bei der Pressekonferenz vorlegte, handelt es sich um Funksprüche vom 4. sowie 5. November zwischen Funktionären der PKK und der TAK. Insbesondere der Zeitpunkt des Funkspruch am 4. November, deckt sich mit dem Zeitpunkt der Explosion. Dabei wird über einen Selbstmordanschlag in Diyarbakir-Baglar vom 4. November gesprochen, über 3 Tonnen Sprengstoff in einem Kleintransporter, über einen kleinen Zwischenfall der in einem Zusammenstoß mit einem PKW mündet, sowie dem Zielobjekt, gegen die der Bombenanschlag gerichtet war.

Dabei wird deutlich, dass es sich um die Polizeistation in Diyarbakir-Baglar handelt, die am vergangenem Freitag Ziel des Bombenanschlags war. Auch der kleine Verkehrsunfall ist identisch mit Zeugenaussagen, die vor der Detonation beobachtet hatten, wie ein Taxifahrer nach einem Rempler mit dem Kleintransporter, diesen verfolgt und kurz vor der Polizeistation stellt. Kurz nach dem der Taxifahrer aussteigt und den Fahrer des Kleintransporters zur Rede stellen will, so erzählten Augenzeugen, soll der Kleintransporter detoniert sein.

Experten erklärten am Samstag, dass der Selbstmordattentäter wohl zu früh handelte, nach dem er von dem Taxifahrer an der Weiterfahrt gehindert wurde.

Auf der Internetseite der TAK hatte sich die Splittergruppe zu dem Selbstmordanschlag zwar bekannt und den Selbstmordattentäter als einen 36-jährigen Mann namens Müslüm Günesoglu aus Siverek genannt (in Google Cache ist die Mitteilung noch vorhanden), jedoch die Mitteilung wieder gelöscht. Sie hatte sich in der Vergangenheit einige bis wenige Wochen Zeit gelassen, bevor sie sich einer Tat bekannte. Für den Raketenangriff in der Nähe der Autobahn zwischen Antalya und Kemer hatte sich die TAK erst am 16. Oktober bekannt, also rund 1 Woche nach der Tat, bei der eine Fischhalle in Mitleidenschaft gezogen wurde. Laut der Mitteilung sollen dabei 5 Polizisten getötet worden sein, was die türkische Regierung bewusst verschleiere. 

Die BBC hatte am vergangenem Samstag berichtet, die IS habe sich für den Bombenanschlag vom 4. November in Diyarbakir verantwortlich gezeigt. Die BBC berief sich dabei auf IS-nahe Nachrichtenagentur Amaq und eine auf die Überwachung islamistischer Internetseiten spezialisierte US-Unternehmen SITE berufen. Deutsche Politiker und Medien beriefen sich daraufhin auf diese Meldung.

weitere Informationen zum Artikel