NRW-Innenminister Reul gibt Fehler zu: Syrer saß unschuldig

Lesezeit
kürzer als
1 Minute
Gelesen zu

NRW-Innenminister Reul gibt Fehler zu: Syrer saß unschuldig

07. Oktober 2018 - 21:14
Kategorie:
0 Kommentare

Ein Syrer saß unschuldig in einem NRW-Gefängnis, wo er bei einem Brand starb. Der nordrhein-westfälische Innenminister Reul führt die Inhaftierung auf einen schweren Fehler der Polizei zurück.

Von Petra Klawikowski - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0

Kleve / TP - Ein Syrer saß unschuldig in einem NRW-Gefängnis, wo er bei einem Brand starb. Der nordrhein-westfälische Innenminister Reul führt die Inhaftierung auf einen schweren Fehler der Polizei zurück und sieht den tragischen Fall in seinem Verantwortungsbereich. Eogene Konsequenzen zieht er daraus nicht. Gegen die Polizisten ist ein Verfahren wegen des Verdachts der Freiheitsberaubung im Amt sowie ein Disziplinarverfahren eingeleitet worden.

Laut Herbert Reul (CDU), der am vergangenem Freitag vor dem Innen- und Rechtsausschuss bei einer Sondersitzung sprach, hätte die Polizei entgegen geltender Regeln versäumt, die Identität des 26-Jährigen näher zu überprüfen. Der junge Mann sei ein Opfer einer Verwechslung geworden. Reul bat die Familie des Verstorbenen deshalb um Entschuldigung. "Wir müssen alles daran setzen, dass sich ein solcher Fall nicht wiederholt“, sagte er.

Der 26-Jährige war nach einem Feuer in seiner Gefängniszelle im JVA-Kleve am vergangenen Samstag in einer Klinik gestorben. Er hatte bei dem Brand schwerste Verbrennungen erlitten. Zehn weitere Menschen trugen Rauchvergiftungen davon. Die Behörden hatten danach eingestanden, dass der Syrer mehr als zwei Monate lang zu Unrecht im Gefängnis gesessen hatte. Er sei verwechselt worden. Der tatsächlich Gesuchte, ein Mann aus Mali, habe mit dem Inhaftierten keine Ähnlichkeit, sagte Reul dem Ausschuss.

weitere Informationen zum Artikel