Spendenaktion für Jemen: 90.000 Moscheen in der Türkei sammeln

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Spendenaktion für Jemen: 90.000 Moscheen in der Türkei sammeln

07. Dezember 2018 - 22:20
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Die türkische Religionssbehörde Diyanet hat am Freitag in über 90.000 Moscheen des Landes zu einer Spendenaktion für die notleidende Bevölkerung in Jemen aufgerufen. Seit 2014 herrscht in Jemen ein Krieg, der nach Angaben der UN bereits mehr als 10.000 Zivilisten das Leben gekostet hat. Mehr als 14 Millionen Menschen sind von einer Hungersnot betroffen. Saudi-Arabien bekämpft in Jemen zusammen mit Verbündeten die jemenitischen Hutsi-Rebellen.

Sultan Ahmet Moschee in Istanbul (Symbolfoto: pixa)

Ankara / NEX - Die türkische Religionssbehörde Diyanet hat am Freitag in über 90.000 Moscheen des Landes zu einer Spendenaktion für die notleidende Bevölkerung in Jemen aufgerufen. Seit 2014 herrscht in Jemen ein Krieg, der nach Angaben der UN bereits mehr als 10.000 Zivilisten das Leben gekostet hat. Mehr als 14 Millionen Menschen sind von einer Hungersnot betroffen. Saudi-Arabien bekämpft in Jemen zusammen mit Verbündeten die jemenitischen Hutsi-Rebellen.

Die Spendensammlung startete nach dem Freitagsgebet in 90.000 Moscheen in der gesamten Türkei. Am Freitag veröffentlichte auch der türkische Präsidentschaftssprecher İbrahim Kalın eine Grafik auf seinem Twitter-Account über die Kampagne mit der Überschrift „Schweigee nicht zu Jemen!“

„Lasst uns diese Kampagne unterstützen, um unseren jemenitischen Brüdern zu helfen“, sagte Kalın bei der Verwendung des Hashtags #DonotremainsilentaboutYemen.

„Die größte humanitäre Katastrophe der Welt“

Der Jemenkonflikt hat sich zur größten humanitären Katastrophe weltweit entwickelt. 21 Millionen Jemeniten sind betroffen. Zwei Millionen Vertriebene, eine Million Rückkehrer, 280.000 Flüchtlinge und Asylsuchende kämpfen derzeit ums Überleben.

Der Jemen befindet sich seit Ende 2014 in einem Bürgerkrieg. Die Huthis und ihre Verbündeten brachten damals die Hauptstadt Sanaa sowie andere Teile des Landes unter ihre Kontrolle. Sie zwangen Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi und seine von Saudi-Arabien gestützte Regierung, nach Riad zu fliehen.

Im März 2015 starteten Saudi-Arabien und seine Verbündeten eine massive Militäroffensive im Jemen mit dem Ziel, die von den Huthis eingenommenen Gebiete zurückzuerobern und Hadis angeschlagene pro-saudische Regierung wieder einzusetzen.

Die Situation verschlechterte sich, als Saudi-Arabien im vergangenen Jahr die Grenzen schloss. Die Grenzschließung hat dazu geführt, dass die Auslieferung von Hilfsgütern nahezu zum Erliegen gekommen ist. Die Vereinten Nationen hatten Saudi-Arabien mehrmals aufgefordert, die anhaltende Blockade der Seehäfen des Jemen sofort zu beenden.

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