15-jähriger Syrer stirbt nach Attacke in Silvesternacht

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15-jähriger Syrer stirbt nach Attacke in Silvesternacht

08. Januar 2017 - 02:55
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In der Silvesternacht wurde in Blumenthal ein 15-Jähriger von mehreren Personen angegriffen. Der Jugendliche erlitt dabei schwere Kopfverletzungen und musste in ein künstliches Koma versetzt werden. Der Jugendliche ist am Samstag seinen schweren Kopfverletzungen im Krankenhaus erlegen. Angehörige des Opfers gaben an, die Täter hätten einen kurdischen Hintergrund. Über das Motiv ist bislang nichts bekannt.

15-jähriger Syrer stirbt nach Attacke in Silvesternacht - Foto: Twitter

Bremen / TP - Laut Zeugenaussagen wurde der Junge gegen 00.20 Uhr in der Straße Lüssumer Heide in Bremen-Blumenthal aus einer größeren Personengruppe heraus bedrängt. Mehrere junge Männer sollen dabei auf den 15-jährigen Jugendlichen aus Syrien eingeschlagen haben. Dabei erlitt der Junge schwere Kopfverletzungen. Der Verletzte wurde von einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht und am Montag in ein künstliches Koma versetzt.

Am Sonnabendmorgen verstarb der Junge an seinen schweren Verletzungen. Laut der Verwandschaft des Jungen stammt die Familie aus den besetzten Golanhöhen und flüchtete 2015 über die Türkei nach Deutschland.

Die Polizei wollte zunächst aus Rücksicht auf den Ermittlungsstand den Fall nicht publik machen, reagierte aber offenbar auf die zunehmenden Reaktionen in sozialen Netzwerken und gab am Freitag eine Presseerklärung ab.

So teilte unter anderem die Syrische Gemeinde den Fall in sozialen Netzwerken mit. Auch die Verwandtschaft teilte in sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter die Tat und gab auch gewisse Einzelheiten zum Tathergang bekannt. Ein Angehöriger Namens A. Ziab aus London gab an, dass die Angreifer des 15-Jährigen K. A. kurdischstämmig seien. Das deckt sich zumindest mit den Angaben der Polizei, die eine Tatbeteilung von Deutschen bislang ausschließt. Über das Motiv ist jedoch nichts bekannt, es wird aber nicht ausgeschlossen, dass es einen politisch-ideologischen Hintergrund hat. Die Polizei will nächste Woche eine Erklärung abgeben.

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