Istanbul: Israelischer Basketballprofi mit KZ-Spruch empfangen?

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Istanbul: Israelischer Basketballprofi mit KZ-Spruch empfangen?

08. Dezember 2018 - 02:17
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Vor dem Basketball-Spiel der Darüşşafaka SK Istanbul und Maccabi FOX Tel Aviv beim Turkish Airlines EuroLeague, zeigt sich ein US-amerikanischer Israeli und Profispieler im Hotel irritiert, als er auf einem Zettel die an einer Eingangstür zum Hotel klebt in deutscher Sprache "Arbeit macht frei" liest.

Istanbul: Israelischer Basketballprofi mit KZ-Spruch empfangen?

Istanbul / TP - Eklat vor einem Basketball-Profispiel zwischen der türkischen Mannschaft Darüşşafaka SK Istanbul und der israelischen Maccabi FOX Tel Aviv beim Turkish Airlines EuroLeague in Istanbul. Der israelische Basketballprofi und US-Staatsbürger Jake Cohen zeigt sich in einem Twitter-Beitrag irritiert darüber, dass an einer Glastür im Istanbuler Hotel auf einem Zettel "Arbeit macht frei" steht.

Laut dem Beitrag von Cohen vom 5. Dezember sei das kurios, was er da aus dem Hotel in Istanbul jetzt postet und verknüpft es mit dem Hashtag #WeRemember, was darauf andeutet, dass man es nicht vergessen werde: Der Spruch "Arbeit macht frei" wurde durch seine Verwendung als Toraufschrift an den nationalsozialistischen Konzentrationslagern bekannt, darunter Auschwitz und Dachau.

Bislang ist nicht bekannt, wer diesen Zettel an die Glastür zu welchem Zweck aufgeklebt hat. Auch ist nicht bekannt, ob es sich vielleicht um einen groben Übersetzungsfehler handelt oder mit dem entsprechenden Wissen absichtlich angebracht wurde. Für Missstimmung sorgte dann auch ein Beitrag von Arda Hazinedaroğlu, einem zwischen den USA und Istanbul pendelndem Studenten und Mitglied von Galatasaray Istanbul, der offenbar Cohen über Twitter abonniert hat und mitverfolgt. Er forderte Jake Cohen darin auf, nicht über alles zu jammern, dass ihn beschäftige. Kurz darauf wurde der Twitter-Beitrag gelöscht.

Das Basketballspiel zwischen Darüşşafaka SK Istanbul und Maccabi FOX Tel Aviv  am vergangenem Donnerstag endete knapp mit 71:73. Vor dem Spielanpfiff entschuldigten sich der Präsident von Darüşşafaka, Ümit Başkırt sowie der Vizepräsident Cem Güler beim israelischen Kollegen Shimon Mizrahi. Dieser nahm laut türkischen Medienberichten die Entschuldigung an. In Twitter teilte Maccabi FOX Tel Aviv mit, dass die Darüşşafaka SK sich bei ihnen für den Vorfall im Hotel entschuldigt hätten.

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