Hamburg: Anklage gegen PKK-Führungskader nach Auslieferung

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Hamburg: Anklage gegen PKK-Führungskader nach Auslieferung

09. Dezember 2016 - 00:29
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Die Bundesanwaltschaft hat am 21. November 2016 vor dem Staatsschutzsenat des Hanseatischen Oberlandesgerichts Hamburg Anklage gegen einen 36-jährigen türkischen Staatsangehörigen erhoben.

Hamburg. Anklage gegen PKK-Führungskader nach Auslieferung

Hamburg / TP - Vor dem Oberlandesgericht in Hamburg hat die Bundesanwaltschaft aus Karlsruhe Anklage gegen einen 36-jährigen kurdischstämmigen türkischen Staatsbürger erhoben, der laut Pressemitteilung hinreichend verdächtig ist, sich als Mitglied an der Terrororganisation PKK beteiligt zu haben.

Die Bundesanwaltschaft beim Bundesgerichtshof in Karlsruhe teilte am Donnerstag mit, dass der Angeschuldigte unter dem Decknamen "Siyar" von März 2013 bis Ende August 2014 als hauptamtlicher Kader der PKK tätig war. Bis Mitte Juni 2013 leitete er laut Angaben der Behörde das Gebiet Darmstadt. Anschließend übernahm er das Gebiet Berlin. 

Neben den typischen Leitungsaufgaben eines Gebietsverantwortlichens der PKK soll der Angeklagte die organisatorischen, finanziellen, personellen sowie propagandistischen Angelegenheiten in seinem Zuständigkeitsbereich verfolgt und betrieben haben. Ende Juni 2014 nahm der Angeschuldigte laut Bundesanwaltschaft am jährlichen Europakongress der Vereinigung in der Schweiz teil. Im Anschluss daran wurde der Angeklagte Zeki E. Anfang Juli 2014 die Leitung des Sektors "Süd 2" übertragen. Hierzu sollen unter anderem die Gebiete Stuttgart, Ulm, Freiburg und München zählen. Als Sektorverantwortlicher stand er demnach auch in unmittelbarem Kontakt zu der in Belgien ansässigen Europaführung der PKK und setzte deren Anweisungen in seinem Zuständigkeitsbereich um.

Der Angeschuldigte wurde am 6. Juli 2016 aus Schweden zum Zwecke der Strafverfolgung an die Bundesrepublik Deutschland überstellt. Er befindet sich seither in Untersuchungshaft, teilt die Behörde mit.

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