Türkische Allianz befreit in Afrin 19 Dörfer, YPG bricht zusammen

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Türkische Allianz befreit in Afrin 19 Dörfer, YPG bricht zusammen

10. März 2018 - 23:36
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Bei der türkischen Antiterror-Operation "Olivenzweig" hat die Allianz der türkischen Armee und Milizen der Freien Syrischen Armee allein am Samstag 19 Dörfer im nordsyrischen Distrikt Afrin von der Terrororganisation YPG befreit. Laut Beobachtern ist die Verteidigung der YPG zusammengebrochen. Persönlichkeiten der Selbstverwaltung "Rojava" in Afrin sollen aus der Stadt geflüchtet sein.

Nördlich von Afrin, in Kafr Rum, bringen Milizen der FSA Zivilisten in Sicherheit

Gaziantep / TP - Bei der türkischen Antiterror-Operation "Olivenzweig" hat die Allianz der türkischen Armee und Milizen der Freien Syrischen Armee allein am Samstag 19 Dörfer im nordsyrischen Distrikt Afrin von der Terrororganisation YPG befreit. Persönlichkeiten der Selbstverwaltung "Rojava" in Afrin sollen aus der Stadt geflüchtet sein. Im Norden, wo die Gefechte am heftigsten sind, hat die Freie Syrische Armee begonnen, alte Menschen und Familien aus den befreiten Dörfern in Sicherheit zu bringen, so u.a. in Kafr Rum, rund 10km. nördlich von Afrin.

Afrin - PYD richtet Appell an die WeltLaut Beobachtern ist die Verteidigung der YPG zusammengebrochen. Im Südwesten ist die Allianz laut einem polnischen Reporter bis auf 5km. auf die Stadt Afrin gestoßen und befindet sich derzeit bei Basuta, während vom Nordosten bis Südosten eine breite Front aufgebaut wird und die ersten türkischen Soldaten und Milizen einen Kilometer vor Afrin stehen. In Afrin soll laut dem polnischen Reporter Paweł Pieniążek Leitungswasser geben, nur die Versorgung mit Wasser in Läden sei nicht mehr gesichert.

Beobachtern zufolge scheint die Antiterror-Allianz das Distrikt Afrin zwischen Tall Rifaat im Nordosten und Jindires im Südwesten teilen zu wollen. Nur noch 8km. liegen zwischen der Nordost- und Südwestfront, die von der YPG kontrolliert wird. Experten zufolge wäre damit die YPG von Waffennachschub und Kämpfern abgeschnitten, die über die regimetreue Region Nubl in das Distrikt gelangen. Auch im nördlichen Distrikt hat die Allianz südlich von Bulbul einen breiten Streifen von der YPG übernommen.

Paweł Pieniążek: Truppen stehen rund 5km. im Süden von AfrinUnterdessen gehen in sozialen Netzwerken immer mehr Berichte ein, wonach die YPG in Afrin die Zivilisten daran hindert, aus den umkämpften Gebieten zu fliehen. Die wenigen Zufahrtsstraßen zur Stadt Afrin sollen von YPG-Kämpfern besetzt worden sein, um die Zivilisten wieder in die Stadt zurückzudrängen. Die Vereinten Nationen hatten Anfang der Woche der YPG vorgeworfen, die Zivilisten in Afrin festzuhalten. Die Türkei wirft der YPG und PYD seit langem vor, Zivilisten wie die Terrormiliz IS als menschliche Schutzschilde zu missbrauchen.

Die Partei der Demokratischen Union (PYD) hat in sozialen Netzwerken zur Solidarisierung mit Afrin aufgefordert. Die PYD ist der syrische Ableger der Terrororganisation PKK, die mit ihrem bewaffneten Arm YPG seit Beginn des syrischen Bürgerkriegs Gebiete in Nordsyrien hält. Der syrischstämmige US-Journalist und Autor Hassan Hassan berichtet im Kurznachrichtendienst Twitter, dass die regimetreuen Milizen sich aus der Region Afrin zurückziehen. Abdulla Hawez, Journalist für den Nahen Osten in London berichtet, dass die YPG und regimetreuen Milizen seit der bevorstehenden Belagerung der Stadt Afrin in Panik sind.

@p_pieniazek - Flaschenwasser in Afrin ausverkauft, jedoch Leitungswasser vorhanden.In Nubl werden nach Berichten der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu Verhandlungen zwischen der iranisch-geführten Hisbollah und der Terrororganisation PKK geführt, um u.a. Said Gubar, den "Justizminister von Rojava in Afrin", sowie weitere Persönlichkeitrn habhaft zu werden, die aus der Stadt Afrin in das von regimetreuen Kräften gehaltene Gebiet in Nubl geflüchtet sind.

Seit Beginn der Operation vor 50 Tagen hat die Allianz im Distrikt Afrin bislang 5 Gemeinden, 135 Dörfer, 31 kritische Punkte von der YPG befreit.

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Dorfbewohner von Der Ballout im Süden von Jindires nach der Befreiung

Es ist 1 Kommentar vorhanden

EB

... Fingernagel, sagte ein Bekannter von früher stets. 

"Persönlichkeiten der Selbstverwaltung "Rojava" in Afrin sollen aus der Stadt geflüchtet sein."

Natürlich sind sie geflüchtet. Während sie Kinder zwangs rekrutriert, alte Männer und Frauen als lebende Minenfallen eingesetzt und nütztliche Idioten haben sterben lassen. 

Was aber viel wichtiger ist, trotz dieser mittlerweile bekannte Fakten, das Schweigen der deutschen Presse. Entlarvend! 

Ekelhaft!

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