Gericht hebt Urteil gegen Berberoğlu auf

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Gericht hebt Urteil gegen Berberoğlu auf

10. Oktober 2017 - 02:23
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Das Istanbuler Berufungsgericht hat das Urteil gegen den Oppositionspolitiker Enis Berberoğlu aufgehoben. Damit wird das Verfahren gegen Berberoğlu wegen Geheimnisverrat in Zusammenhang mit der MIT-Affäre neu aufgerollt.

Gericht hebt Urteil gegen Berberoğlu auf

Istanbul / TP - Ein Istanbuler Berufungsgericht hat das Urteil gegen den Oppositionspolitiker Enis Berberoğlu (CHP) aufgehoben. Am 13. Juni wurde Berberoğlu wegen Spionagevorwürfen zu einer Haftstrafe von 25 Jahren verurteilt, weil er Informationen über geheime Lieferungen militärischer Ausrüstung und Munition des türkischen Nachrichtendienstes Millî İstihbarat Teşkilâtı (MIT) an Rebellen in Syrien weitergeleitet haben soll. 

Das regionale Berufungsgericht in Istanbul entsprach somit der Berufung der Rechtsvertreter von Berberoğlu, entschied jedoch die Beibehaltung der Untersuchungshaft wegen Flucht- und Verdunklungsgefahr. Laut Rechtsvertretern von Berberoğlu habe man die Spionagevorwürfe abgewiesen, wegen der Berberoğlu zu 25 Jahren verurteilt wurde. Der Fall wird nun von der zuständigen 14. Strafkammergericht erneut aufgerollt.

Berberoğlu wird vorgeworfen, Staatsgeheimnisse preisgegeben zu haben. Die Informationen soll Berberoğlu an den ehemaligen Chefredakteur der Tageszeitung "Cumhuriyet“ Can Dündar und dem Hauptstadtbüroleiter der Zeitung, Erdem Gül, weitergeleitet haben. Darüber berichtete dann die "Cumhuriyet" im Mai 2015. Can Dündar und Erdem Gül wurden für die Veröffentlichungen wegen Geheimnisverrats zu fünf Jahren und zehn Monaten beziehungsweise fünf Jahren Haft verurteilt worden. 

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