Die Story - Hasnain Kazim und Mehmet Ali Demir

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Die Story - Hasnain Kazim und Mehmet Ali Demir

11. August 2017 - 02:00
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Der deutsche Journalist Hasnain Kazim musste die Türkei verlassen, weil ihm die Akkreditierung als Korresspondent verweigert wurde. Der Vorsitzender der Alevitischen Gemeinde in Graz, Mehmet Ali Demir, musste die Türkei verlassen, weil er als Gefahr für die Gesellschaft und die Verfassung betrachtet wurde. Beide meinen noch immer, ein angestammtes Recht auf Aufenthalt in der Türkei zu haben; nur zugeben wollen sie es nicht, dass sie abgelehnt, für nicht gut genug befunden wurden, in diesem Land zu arbeiten oder den Urlaub zu verbringen. Auch die Türkei setzt das Programm der "Auslese" durch, wie es in Europa Gang und Gebe ist.

Die Story - Hasnain Kazim und Mehmet Ali Demir

Kommentar / TP - Den Deutschen und Österreichern wird ja nachgesagt, dass sie gerne hart mit sich selbst ins Gericht gehen. Für einen Deutschen mit indisch-pakistanischem Hintergrund mit derzeitigem Aufenthalt in Wien und einen Österreicher mit alevitisch-kurdischem Hintergrund trifft das nicht zu: Hasnain Kazim und Mehmet Ali Demir. Sie gehen lieber mit der Türkei hart ins Gericht und meinen zudem, ein angestammtes Anrecht darauf zu haben, dies zu tun und vor allem, gefälligst von der Türkei auch aufgenommen und beschäftigt zu werden. Masochisten haben es aber in der Türkei schwer.

Hasnain Kazim meinte Anfang März 2016, vom türkischen Machthaber benachteiligt worden zu sein, in dem man ihm die Akkreditierung als Korrespondent verweigerte. Seither führt sich Kazim schlimmer auf als ein abgelehnter Asylbewerber. Tja Kazim, wenn man nicht mit sich selbst hart ins Gericht geht, dann tut es eine türkische Behörde, deren Entscheidung du nicht ändern kannst, auch wenn du dich auf den Kopf stellst und einen Unsinn nach dem anderen erzählst. Bewahre deine Kontenance und verhalte dich wie ein jeder Türke, der von deutschen Vertretungen in der Türkei, eine Absage für sein Visumantrag erhalten hat.

Und dann wäre da ein Vorsitzender der Alevitischen Gemeinde in Graz, ein gewissser Mehmet Ali Demir, der kürzlich wieder einmal in die Türkei reisen wollte und wieder eiinmal am Flughafen von der türkischen Polizei aufgehalten wurde. Auch sie Herr Demir, haben kein Anrecht auf Aufenthalt in der Türkei, auch wenn sie religiös-ethnisch betrachtet, mehr mit der Türkei gemeinsam haben, als mit der Wahlheimat Österreich. Wenn sie eine Gefahr für den gesellschaftlichen Frieden darstellen, werden sie eben in den nächsten Flieger gesetzt und wenn sie sich zudem weigern, dann werden sie so lange in der Zelle festgehalten, bis die Vernunft obsiegt.

Zwanghafter Einreiseversuch trotz Furcht um Leib und Leben wird von der türkischen Polizei ebenso konsequent verfolgt und endet meist in Abschiebehaft, wie Randale gegenüber Beamten im Dienst. Wer randaliert, darf bestenfalls einige Tage in einer Ausnücherungszelle verbringen, wo er Zeit hat eine Story zu erfinden, die von einem Deutschen Journalisten in Wien wird. 

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