Türken sollen Türkei-Politik raushalten, PKK darf jedoch hineintragen

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Türken sollen Türkei-Politik raushalten, PKK darf jedoch hineintragen

12. August 2017 - 23:49
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Angesichst der Doppelmoral der Bundesregierung fragen sich immer mehr Türken und Deutschtürken, weshalb sie wegen ihrer angeblich hier her getragenen Probleme aus der Türkei kritisiert und als Antidemokraten bezeichnet werden, jedoch PKK-nahe Organisationen feuchtfröhlich ein Festival nach dem anderen in Deutschland veranstalten und dabei etliche Probleme importieren.

Kommentar / TP - Sympathisanten und Unterstützer der auch in Europa verbotenen Terrororganisation PKK ziehen ihre Veranstaltungsorgien weiterhin durch und haben in letzter Zeit die Frequenz erhöht. Neben Kultur- und Sportfestivals werden auch Mahnwachen, Märtyrer-Ehrungen oder auch landesweit Proteste geplant. Auch das berüchtigte Internationale Kulturfestival soll dieses Jahr in Nordrhein-Westfalen stattfinden.

Laut der Ankündigung soll das "25. Internationale Kurdische Kulturfestival“ am 16. September in Köln auf der Deutzer Werft ausgetragen werden. Nur wenige Wochen davor veranstaltet die Kurdische Gemeinde in Deutschland (KGD) ein "Festival für unabhängigkeit Kurdistans" am 26.08.2017 auf dem Kölner Heumarkt. Auch hier geht es wie das Motto schon besagt, um den Kampf für ein unabhängiges "Kurdistan", die sich vom Mittelmeer im Westen bis weit über das iranische Gebiet im Osten erstreckt. Auch hierzu hat die KGD klar Stellung bezogen, wie sie zum Kampf der türkischen Streitkämpfe gegen die Terrormiliz IS und der PKK-nahen Terrororganisation YPG in Syrien steht. Die KGD fordert von der Politik, dass die Türkei ihre Kämpfe rund um Afrin einstellt, wo die YPG derzeit ein ethnisch homogenes Staatengebilde etablieren will.

Das sogenannte Kulturfestival wurde erstmals 1992 in Bochum veranstaltet und hat mehr mit der Verherrlichung der PKK als mit einer Kultur zu tun - oder ist es die Kultur des Mordens? Das diesjährige Motto lautet zwar auch diesmal "Freiheit für Öcalan, Status für Kurdistan und Frieden im Nahen Osten“ und bezieht sich auf den inhaftierten Anführer der PKK, Abdullah Öcalan und das Ziel der Autonomie in der Region, doch die Organisatoren der Veranstaltung erklärten, dass bei dem sogenannten "Kulturfestival“ auch an mehrere gefallene "PKK-Märtyrer" gedacht werden soll. 

So sah es 2016 auch unter dem Druck der Öffentlichkeit die Kölner Polizei und gab wegen Sicherheitsbedenken der Stadtverwaltung die Empfehlung, dass dieses kurdische Kulturfest nicht stattfinden darf. Die vergangenen Jahre hätten gezeigt, dass bei dem kurdischen Festival massiv Werbung für die in Deutschland verbotene Terrororganisation PKK gemacht werde - etwa durch das Präsentieren von Fahnen und Plakaten der PKK oder Video-Liveschaltung mit Anführern der PKK aus den Kandil-Gebirgen im Nordirak.

Trotz dieser Maßnahmen scheint die Lobbyarbeit für die Terrororganisation PKK nichtsdestotrotz fortgeführt werden zu können, ohne dass die Politik oder die Sicherheitskreise dabei mahnend einwirken oder strafrechtlich effektiv dagegen vorgehen. Zahlreiche Festivals, Sportveranstaltungen, Mahnwachen, Demonstrationen und Events wurden im Rahmen der Propaganda für die PKK landesweit veranstaltet und sind weiterhin in Planung bzw. bereits angekündigt. Trotz ihrem internationalen Status als terroristische Organisation genießt die PKK unerklärlichweise in europäischen Staaten nach wie vor zu große Freiheiten und kann vor allem in Deutschland eine besonders starke Präsenz vorweisen. Laut Angaben des Verfassungsschutzes (BfV) hat die PKK fast 14.000 Anhänger in Deutschland.

Insbesondere das Aktionsverhalten der PKK und der DHKP-C, wird entscheidend von den Entwicklungen und Ereignissen in den jeweiligen Herkunftsländern und von der angespannten Lage in Syrien und im Irak geprägt. PKK und DHKP-C versuchen in zunehmendem Maße auch unter Einsatz von Gewalt und Terror, eine radikale Veränderung der politischen Verhältnisse in der Türkei, aber auch in Europa, vor allem auch in Deutschland herbeizuführen. 

Die aktuellen Entwicklungen in der Türkei rufen nach wie vor unmittelbare Reaktionen bei den in Nordrhein-Westfalen lebenden PKK-Anhängern hervor, teilt unter anderem der Verfassungsschutz des Landes NRW in ihrem jüngsten Bericht mit. Die Dachverbände und die örtlichen Vereine würden beinahe wöchentlich zu regionalen oder überregionalen Kundgebungen aufrufen, die in der überwiegenden Mehrzahl zwar störungsfrei verliefen, vereinzelt gebe es Besetzungsaktionen und auch gewalttätige Proteste, wie z.B. Brandanschläge auf Moscheen oder Übergriffe auf Moscheegänger, zu dem sich u.a. PKK-Jugendorganisationen bekennen. 

Bezogen auf die Gesamtzahl der Straftaten im Bereich der Politisch Motivierten Kriminalität (PMK) unter Ausländern wurden z.B. 2015 in Zusammenhang mit der PKK insgesamt 226 Straftaten (39,4% von allen PMK-Ausländerstraftaten) mit demonstrativen Ereignissen begangen und 290 (50,5%) im Begründungszusammenhang mit dem Befreiungskampf der mit einem Betätigungsverbot belegten PKK.

Obwohl diese Zahlen alarmierend sind, sprich man jedoch nicht von Problemen die von Sympathisanten der PKK nach Deutschland getragen werden, sondern von Problemen, die Deutschtürken oder Türken aus der Türkei angeblich hier her tragen würden. Angesichts der Faktenlage über die türkische Inaktivität zahlreicher NGO´s in dieser Hinsicht in der Bundesrepublik stellen sich immer mehr Deutschtürken und Türken die Frage, welche Probleme sie denn hineintragen würden, wenn die Probleme bereits im Land sind und nur auf die hier lebenden Türken politisch wie medial fokusiert und instrumentallisiert werden.

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