Flüchtlinge aus der Türkei kehren nach Afrin zurück

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Flüchtlinge aus der Türkei kehren nach Afrin zurück

13. April 2018 - 00:31
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Mehr als 150.000 syrische Flüchtlinge sind in ihre Heimat in Nordsyrien zurückgekehrt. Das meldet das türkische Innenministerium.

Flüchtlinge aus der Türkei kehren nach Afrin zurück

Ankara / TP - Seit Ende der Kampfhandlungen in der nordsyrischen Region Afrin, sind nach Angaben des türkischen Innenministeriums mehr als 150.000 syrische Flüchtlinge in ihre Heimat zurückgekehrt. Laut Angaben der Einwanderungsbehörde des Innenministeriums wurden im Jahre 2017 3.426.786 syrische Flüchtlinge in der Türkei registriert.

Nach der Befreiung der nordsyrischen Region Afrin im Rahmen der Antiterror-Operation "Olivenzweig" zwischen Ende Januar und Mitte März, steigt die Zahl der in der Türkei lebenden syrischen Rückkehrer kontiunierlich an. Mit der Operation "Schutzschild Euphrat" 2016-2017 hatte die Türkei bereits federführend syrischen Flüchtlingen ermöglicht, in die befreite Region al-Bab im Gouvernement Aleppo zurückzukehren. Die Region liegt östlich von Afrin. Beim Aufbau der Infrastruktur und der Lebensgrundlage werden Hilfsorganisationen und der türkische Katastrophenschutz vor Ort eingesetzt, so in einem Bericht die am Mittwoch vorgestellt wurde.

Dem Bericht zufolge steigt auch die Zahl der Rückkehrwilligen syrischen Flüchtlinge in die Region Afrin weiter an. Bislang sollen seit Ende März über 150.000 Syrer in ihre angestammten Gebiete zurückgekehrt sein, heißt es in dem jährlichen Bericht weiter. Gegenüber der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu erklärte der Direktor der Einwanderungsbehörde, Abdullah Ayaz, dass innerhalb der letzten zwei Monaten von den rund 3,5 Millionen syrischen Flüchtlingen im Land, mittlerweile mehr als 150.000 in die befreite Region zurückgekehrt seien oder sich auf dem Weg in die Heimat befinden würden.

Den Angaben von Ayaz zufolge, werde auch in der Region Afrin die marode Infrastruktur wiederaufgebaut und modernisiert, damit die Menschen eine Lebensgrundlage haben. Unterdessen halten die Hilfslieferungen der türkischen Hilfsorganisationen IHH, Roter Halbmond und AFAD weiter an. Unter Beteiligung der türkischen Armee werden Lebensmittelrationen verteilt, sichern in dicht besiedelten Gebieten Feldküchen und mobile Backwarenanlagen die Grundversorgung. Inzwischen soll die Wasserversorgung der Stadt Afrin wiederhergestellt worden sein, erklärt der türkische Katastrophenschutz AFAD. 

Laut den Angaben der AFAD wurden in den letzten Tagen über 6.000 syrische Flüchtlinge aus Ost-Ghuta nördlich der Region al-Bab untergebracht, die bereits im Rahmen der Operation "Schutzschild Euphrat" gesichert wurde.

In der Region Afrin allein stehen den Angaben der AFAD zufolge 196 Standorte zur Verfügung, mit denen insgesamt 399.345 Syrer erreicht werden. Bislang seien über 33.000 Lebensmittelrationen, 229,5 Tonnen Mehl, 234.200 Portionen warme Mahlzeiten, 750.000 Brotlaibe, 27.000 Wasserrationen verteilt worden. Über 31.000 Menschen werden laut dem Bericht der AFAD derzeit in der Region Afrin medizinisch versorgt.

AFAD zufolge werden in der Region al-Bab insgesamt drei Krankenhäuser mit über 100 Betten betrieben, drei weitere mit insgesamt 474 Betten würden derzeit gebaut. Daneben versorgen in der Region 8 weitere Krankenstationen Notfälle, 13 weitere sollen in nächster Zeit eingerichtet werden. Insgesamt 873 Ärzte, Sanitäter und Schwestern, darunter 26 türkische Ärzte, stellen in den Krankenhäusern und Krankenstationen die medizinische Versorgung von rund 660.000 Menschen sicher.

Am 18. März hatte die türkische Armee bekannt gegeben, dass die Region Afrin von YPG-Terroristen befreit worden ist. Die am 20. Januar gestartete Operation "Olivenzweig" werde jedoch weitergeführt, um die Sicherheit der Region zu gewährleisten. Die türkischen Streitkräfte arbeiten derzeit daran, das Gebiet von Minen und Sprengsätzen sowie Sprengfallen zu säubern. Die YPG-Terroristen hatten diese vor ihrer Flucht angelegt.

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