Türkei-Feinde in Deutschland? Deutsche Medien stellen sich taub

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Türkei-Feinde in Deutschland? Deutsche Medien stellen sich taub

13. Mai 2018 - 12:21
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Anscheinend hat es deutsche Journalisten aus beruflichen Gründen nicht zu interessieren, was türkische Medien so alles in den Raum werfen. So wirft man Deutschland seit geraumer Zeit vor, diversen türkischen Staatsbürgern Unterschlupf und Sicherheit geboten zu haben, die für Mammut-Prozesse, Putschversuch und Skandale verantwortlich gezeichnet werden.

Hasnain Kazim nennt es allenfalls Indizien, aber auch diese sind es nicht Wert, recherchiert zu werden.

Kommentar - Anscheinend hat es deutsche Journalisten und Medien aus beruflichen Gründen gar nicht zu interessieren, was türkische Medien so alles in den Raum werfen. So wirft man Deutschland konkret vor, diversen türkischen Staatsbürgern Unterschlupf und Sicherheit geboten zu haben, die für vergangene Mammut-Prozesse, den Putschversuch vom 15. Juli 2016 und diverse Skandale verantwortlich gezeichnet und von der türkischen Justiz gesucht werden.

Fast schon in aller Regelmäßigkeit wirft eine türkische Tageszeitung nach der anderen Deutschland vor, diverse türkische Staatsbürger zu beherbergen, die sich aus der Türkei abgesetzt haben, um sich der Justiz zu entziehen. Wir sprechen dabei nicht von Can Dündar oder anderen Journalisten, die wegen ihrer Berichterstattung ins Visier der türkischen Justiz geraten sind und in Deutschland in aller Regelmäßigkeit in zahlreichen Medien Erwähnung finden. 

Wir sprechen von Personen wie Zekeriya Öz oder Celal Kara, die mit den fingierten Mammut-Prozessen im Ergenekon- oder Vorschlaghammer-Verfahren sowie Skandalen in Zusammenhang stehen und seit geraumer Zeit angeblich mit Putschisten wie Adil Öksüz ein gemeinsames Exilland teilen: Deutschland.

Schlimmer noch, die türkischen Medien werfen Deutschland vor, der Blackbox des islamischen Predigers Fethullah Gülen, Adil Öksüz, Unterschlupf und Sicherheit geboten zu haben. Jüngsten Meldungen zufolge gibt es auch mutmaßlich Beweise, die verdeutlichen sollen, dass ein BND-Mitarbeiter Öz und Kara in Deutschland bewacht hat. Zuvor gab es nur wage Hinweise zu den Aufenthaltsorten in Deutschland, nun gibt es sogar ein Bild des BND-Mitarbeiters.

Aber all das scheint die Journalisten und Medien in Deutschland aufgrund ihrer beruflichen Ausrichtung gar nicht zu interessieren. Mit stoischen Beharrlichkeit ignoriert man derartige Berichte türkischer Medien bzw. Journalisten, egal ob regierungs- oder oppositionsnah. Stattdessen übt man sich weiterhin darin, den gescheiterten Putschversuch in Frage zu stellen, so wie es z.B. Hasnain Kazim exemplarisch tut.

Es interessiert diese Journalisten keineswegs, es ist nicht ihre Arbeit, diesen Vorwürfen nachzugehen oder zu recherchieren, unabhängig davon, was am Ende dabei rauskommt. Anscheinend hat es sie aus beruflichen Gründen nicht zu interessieren, ob die Vorwürfe stimmen. 

Überlegt man rational, kann man die Haltung der Journalie kaum verstehen. So ein Vorwurf der im Raum steht, könnte sich bewahrheiten oder als bluff herausstellen und in beiden Fällen würden Journalisten die diesen Vorwürfen nachgegangen sind, in den Zenit ihrer beruflichen Laufbahn katapultiert werden. Aber weder das eine noch das andere scheint irgend einen Journalisten oder Journalistin in Deutschland zu interessieren, man stellt sich regelrecht taub und stumm. Ist es Parteilichkeit oder die Angst vor dem Ergebnis, die deutsche Journalisten davon abhält, den Vorwürfen nachzugehen?

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C

dieser hasnain kazim ist ein trottel. erst kürzlich hat er auf spiegel geschrieben, dass die usa eine religiöse sekte benutzen will, um das iranische regime zu stürzen. dass die selben amerikaner die gülen sekte nicht steuert kommt ihn wohl nicht in den sinn. 

der soll lieber weiter beweisen, dass er deutsch ist und die nationalhymne flöten. 

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