Türkisches Militär im syrischen Idlib positioniert

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Türkisches Militär im syrischen Idlib positioniert

13. Oktober 2017 - 23:54
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Entlang der syrischen Provinzgrenze zwischen Idlib und Afrin hat das türkische Militär mehrere Posten errichtet. 

Bevölkerung von Dar Taizzah bei der Ankunft türkischer Truppen

Gaziantep / TP - Nach dem Einmarsch von türkischen Sondereinsatzkräften des Militärs in die nordsyrische Provinz Idlib sind nach Angaben türkischer Medien entlang der Nachbarprovinz Afrin mehrere Posten errichtet worden. Die türkischen Truppen stehen somit unmittelbar an einer Region, die von der YPG kontrolliert wird.

Am vergangenem Sonntag waren erstmals türkische Sondereinsatzkräfte des Militärs über die türkische Provinz Hatay in die angrenzende syrische Provinz Idlib einmarschiert, um den Weg für nachfolgende Truppeneinheiten zu sichern. Am Freitag meldete der türkische Generalstab, dass die Errichtung einer Deeskalationszone in vollen Gange sei, die im kasachischen Astana mit Russland und dem Iran vereinbart wurde. Der türkische Staatspräsident Erdogan erklärte am Freitag, dass die Türkei ihrer Verantwortung nachkomme, um in der Region für Sicherheit zu sorgen und das Waffenstillstandsabkommen zu überwachen und durchzusetzen. 

Derzeit sollen nach Angaben syrischer Beobachter, entlang der syrischen Provinzgrenze zwischen Idlib und Afrin unter anderem in Atimah, Salwa und Deir Simi-an türkische Truppen stationiert sein. Bilder von Panzerhaubitzen, schweren militärischen Fahrzeugen und Kampfpanzern werden auf der Webseite der syrischen Beobachtungsstelle gezeigt. Entlang dieser Posten befindet sich Afrin. Die Provinz Afrin wird von der Partei der Demokratischen Union (PYD) mit dem bewaffneten Arm YPG kontrolliert, die ein Ableger der Terrororganisation PKK ist.

In Dar Taizzah, rund 20km. östlich der türkischen Grenze bei Reyhanli, wurden die türkischen Truppen von der Stadtbevölkerung begeistert empfangen. Auch in den grenznahen Gebieten in Nordsyrien wie Kafr Lusin wurden Truppeneinheiten von der Bevölkerung empfangen, die als Nachhut den rückwärtigen Raum entlang der türkisch-syrischen Grenze sichern sollen.

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