Apoistische Jugend filmt Brandanschlag auf Moschee

Lesezeit
1 Minute
Gelesen zu

Apoistische Jugend filmt Brandanschlag auf Moschee

14. November 2015 - 22:30
Kategorie:
0 Kommentare

Die Apoistische Jugend rühmt sich in einem Beitrag in ihrem Blog Rojaciwan mit dem Brandanschlag auf die Mevlana-Moschee in Köln.

Es war nicht der erste und wohl auch nicht der letzte Brandanschlag, der auf das Konto der Terrororganisation PKK nahestehenden Apoistischen Jugend geht. Die Apoistische Jugend, abgeleitet vom Führer Abdullah Öcalan, ist eine Jugendorganisation die auch in Deutschland aktiv ist und sich mit Beiträgen in Blogs damit rühmt.

Jetzt hat sich die Apoistische Jugend erneut in Szene gesetzt und den Brandanschlag gegen die Mevlana-Moschee im Kölner Stadtteil Porz gefilmt und veröffentlicht. In einer Erklärung dazu heißt es, dass die Jugend den "verlängerten Arm der Türkei", die UETD (Union Europäisch-Türkischer Demokraten) und dessen Gebäude angegriffen habe, um damit ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. Weiterhin heißt es, dass der Brandanschlag laut Medienberichten ohne Personenschäden verlaufen sei.

Lokale Medien hatten am Freitag gemeldet, das Unbekannte in der Nacht auf Freitag mehrere Brandsätze auf die Mevlana-Moschee in Porz geworfen und dabei Scheiben in der Eingangstür an dem Gebäude in der Bahnhofstraße zu Bruch ging. Es ist der zweite Vorfall dieser Art innerhalb kurzer Zeit. Bereits in der Nacht auf Donnerstag wurde ein Molotow-Cocktail gegen eine Hausfassade in der Frankfurter Straße in Porz geworfen – etwa einen Kilometer entfernt von der Moschee. Die Polizei prüft Zusammenhänge, in beiden Fällen wurden mit Brandbeschleuniger gefüllte Flaschen geworfen. Inzwischen legen die Ermittler ihren Fokus auch verstärkt auf einen möglichen fremdenfeindlichen Hintergrund der Taten, wie ein Polizeisprecher mitteilte. In dem Einfamilienhaus wohnt eine türkischstämmige Frau.

Bekir Alboğa, Generalsekretär der Ditib (Türkisch Islamische Union der Anstalt für Religion), war am Freitag zum Gebet in der Mevlana-Mosche.

„Seit es die Moschee gibt, ist das bereits zum dritten Mal passiert“, sagte er. „Ich fürchte, es gibt in Porz eine Gruppe, die die Gelegenheit sucht.“ Auch wenn die Schäden diesmal nicht besonders groß seien: „Es darf kein viertes Mal geben.“ Alboğa sieht nun auch die Stadtverwaltung in der Pflicht. „Man müsste etwas zur Abschreckung tun – die Straße vor der Moschee besser beleuchten vielleicht."

Anfang August hatte die Gruppe das Düsseldorfer Generalkonsulat mit Farbbeuteln beworfen und leichten Sachschaden angerichtet. Der Aufruf an die in Europa lebenden kurdischen Jugendlichen wurden in vielen extremistischen Webseiten veröffentlicht. Darin wird die Jugend aufgefordert, auf die Straßen zu gehen und militante Aktionen zu verwirklichen, heißt es u.a. in der Webseite der Verband der Studierenden aus Kurdistan e.V. mit Sitz in Hamburg.

weitere Informationen zum Artikel