AABK-Aleviten ruhen nach Köln-Kundgebung die Zusammenarbeit mit DPB

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AABK-Aleviten ruhen nach Köln-Kundgebung die Zusammenarbeit mit DPB

14. November 2016 - 02:44
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Die Alevitische Union Europa (AABK) in der die Alevitische Gemeinde Deutschland (AABF) angegliedert ist, hat die Zusammenarbeit mit dem "Demokratischen Plattform Bündnis" (DPB) vorerst ruhen lassen. Das geht aus einer Erklärung hervor, nach dem die Kölner Kundgebung am vergangenem Samstag zu Irritationen innerhalb der alevitischen Gemeinschaft in Deutschland geführt hatte.

AABF-Aleviten ruhen nach Köln-Kundgebung die Zusammenarbeit mit DPB

Köln / TP - Die Kundgebung an der Deutzer Werft in Köln vom vergangenem Samstag hat ein Nachspiel. Wie jetzt bekannt wurde, hat die Alevitische Union Europa (AABK), die als Veranstalter zusammen mit der Alevitischen Gemeinde Deutschland (AABF) die Kölner Kundgebung angekündigt und als Veranstalter ausgetragen hatte, in einer uns vorliegenden Erklärung zufolge die Zusammenarbeit mit den Vereinen und Verbänden innerhalb des Demokratischen Plattform Bündnis (DPB) vorerst auf Eis gelegt.

Nach Abschluss der Kundgebung in Köln, war nach heftigen Debatten innerhalb der AABK- und AABF-angeschlossenen Verbände und Vereine ein Riss festzustellen, der mit dieser Erklärung ein Ende haben soll. Kritiker innerhalb der Gemeinschaft hatten den AABK- und AABF-Vorständen vorgeworfen, die Aleviten für politische Zwecke missbraucht zu haben, in der man PKK-nahen Vereinen und Föderationen ein Podium geboten habe. Das obwohl man zuvor deutlich gemacht hätte, dass die AABF nur ihre eigenen Symbole zulässt. Wie jetzt bekannt wird, hatte die AABF sowie die AABK Spitze aber mit dem Vorsitzenden Yüksel Koç von der KCDK-E (Kongress der kurdisch-demokratischen Gesellschaft in Europa) vereinbart, dass die Flaggen und Symbole von allen teilnehmenden Organisationen gezeigt werden können. 

Die Kölner-Kundgebung machte Schlagzeilen, nach dem ein Meer von PKK-Fahnen und Symbolen die Deutzer Werft vorherrschte. Zahlreiche Mitgliedsvereine hatten daraufhin den Platz umgehend verlassen, ehe sie es betraten. Die Kundgebung musste von den Veranstaltern zeitweise unterbrochen werden, damit die Anweisungen der Polizei folge geleistet wird, die PKK-Fahnen und Symbole wegzustecken. Yüksel Koç soll die nachträgliche Aufforderung der AABF und AABK sowie die der Polizei verurteilt haben.

Laut der Erklärung datiert auf den 12. November, habe man die Mitgliedschaft und Zusammenarbeit mit der DPB auf den Prüfstand gestellt und aufgrund der gegebenen Umstände sowie der demokratischen Linie des Verbandes entschieden, die Zusammenarbeit vorerst auf Eis zu legen.

Die Erklärung wurde bis zur Stunde weder von der AABF, noch von der AABK öffentlich bekannt gegeben. Nicht bekannt ist, ob die Zusammenarbeit auch mit der ABDEM auf Eis gelegt wurde, die Ende Juni 2013 zusammen mit der KONGRA GEL (Volkskongress Kurdistan), der KCD (Kurdische Demokratische Kongress der Gesellschaft) - der Vorgängerorganisation KCDK-E, der AGIF, der AvEG-Kon, der YEK-KOM (der Vorgängerorganisation der NAV-DEM) sowie weiteren Vereinen und Föderationen neben der AABF wie auch AABK als Europäischer Friedens- und Demokratie Kongress fungieren und die Arbeiten koordinieren sollte.

Die Demokratischen Plattform Bündnis (DPB) ist ein Zusammenschluss von migrantischen Vereinen und Verbänden, darunter auch mehrere Vereine und Föderationen, die von Bund und Ländern in Verfassungsschutzberichten unter ausländischer Extremismus aufgeführt werden und denen u.a. auch eine Nähe zur Terrororganisation PKK nachgesagt werden. Das Bündnis wurde am 23. Januar 2013 gegründet und sollte unter der Föderation der Arbeitsimmigrant/innen aus der Türkei e.V. (AGIF) und der Konföderation der unterdrückten Immigranten in Europa (AvEG-Kon) ihre Arbeit verrichten. Beiden Organisationen wird vom Verfassungsschutz eine politisch-ideologisch Nähe zur MLKP unterstellt, die in der Türkei ebenfalls als eine Terrororganisation eingestuft wird.

Die Marxistisch-Leninistische Kommunistische Partei MLKP hatte zusammen mit den Terrororganisationen PKK, TKP/ML, DKP, MKP, TKEP/L, TİKB und THKP-C/MLSPB Mitte März 2016 offiziell angekündigt, gegen die Türkei eine gemeinsame Strategie zu verfolgen sowie koordiniert vorzugehen. 

Mitglieder der DPB:
AABF (Almanya Alevi Birlikleri Federasyonu)
YEK-KOM (Almanya Kürt Dernekleri Federasyonu)
TÜDAY (Türkiye-Almanya İnsan Hakları Derneği)
ATİF (Almanya Türkiyeli İşçiler Federasyonu)
AGİF (Almanya Göçmen İşçiler Federasyonu)
ADHF (Almanya Demokratik Haklar Federasyonu)
DİDF (Demokratik İşçi Dernekleri Federasyonu)
ÖDA (Özgürlük ve Dayanışma Almanya)
Avrupa Barış Meclisi
Devrimci Proletarya (Yaşanacak Dünya Gazetesi)
Avrupa Dersim İnisiyatifi
KOMKAR (Avrupa Kürdistan Dernekleri Konfederasyonu)
Anadolu Federasyonu
FEDA (Demokratik Alevi Federasyonu)
Liwa İskenderun İnisiyatifi
CENI (Kurdisches Frauenbüro für Frieden)
FKE (Almanya Ezidiler Federasyonu)
YXK (Kürdistan Öğrenciler Birliği)

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