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Rakka - Tickende US-Zeitbomben

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Rakka - Tickende US-Zeitbomben

15. November 2017 - 20:30
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Nach der Enthüllung über den Deal zum freien Abzug von in Rakka verbliebenen 250 Terroristen des Islamischen Staates (DAESH / IS), zwischen "Demokratischen Kräften Syriens" (SDF) und der Terrormiliz IS mit Wissen der USA, berichten nun türkische Medien über Selbstmordattentäter der IS, die zum Teil aus arabischen Ländern stammen und nun versuchen, in die Türkei einzusickern und auch Europa zu erreichen. Sie sollen durch Drohungen der CIA dazu gebracht worden sein, sich der IS anzuschließen.

Yeni Safak - CIA bietet Terroristen Angebot an

Ankara / TP - Türkische Medien berichten über verhaftete Terroristen der Terrormiliz IS (DAESH), die nach dem freien Abzug aus der nordsyrischen Stadt Rakka von Kräften der Freien Syrischen Armee (FSA) festgenommen und türkischen Sicherheitskreisen übergeben wurden. Dabei handelt es sich u.a. um einen Ägypter, der nach eigener Aussage aus Rakka aus nach Hama beordert worden sei, um gegen die türkische Armee in Idlib zu kämpfen.

Laut der türkischen Tageszeitung "" und "Vatan" handelt es sich um einen Ägypter namens Ebu Zeyd, der in der Nähe der syrisch-türkischen Grenze von der FSA gefangen genommen wurde. Laut eigener Aussage des Ägypters, sei er im Rahmen des Deals zwischen der YPG/YPJ sowie der Terrormiliz IS über den eigens dafür errichteten Korridor aus der nordsyrischen Stadt Rakka geflohen. Der Deal, der vom britischen Sender BBC aufgedeckt wurde und in der auch die USA involviert sein soll, hatte Anfang der Woche für Schlagzeilen gesorgt.

Nach Angaben der "Yenisafak" und "Vatan" wurde Ebu Zeyd nach der Flucht aus Rakka auf befreitem syrischen Territorium festgenommen und türkischen Sicherheitskräften übergeben worden. In einer ersten Aussage soll der Ägypter gegenüber der FSA ausgesagt haben, dass der Auszug der Terrormiliz IS aus der umlagerten Stadt Rakka bereits im September begonnen habe. Dabei soll unter anderem die CIA mitgewirkt haben, unter der Voraussetzung, dass man sich als Selbstmordattentäter zur Verfügung stellt. Als Druckmittel habe die CIA angedroht, ihre Familien umzubringen oder nicht aus der Stadt herauszuschaffen. Nur so seien einige Selbstmordattentäter bereits ab September aus der Stadt herausgeschleust worden. 

Im weiteren Verlauf der Aussage soll der Ägypter erklärt haben, dass er selbst nach Hama abkommandiert wurde, nach dem sich die türkische Armee in Idlib im Rahmen der Errichtung einer Deeskalationszone in der Provinz positioniert habe. Für rund 3.500 US-Dollar soll er einen Führer genommen und nur Nachts entlang der syrisch-türkischen Grenze unterwegs gewesen sein. Die Familien, die ebenfalls im Zuge des Deals aus der Stadt Rakke herausgebracht worden sei, befinde sich angeblich in US-Geiselhaft. Viele Terroristen, die aus Rakka herausgeschafft worden sein sollen, wären laut Aussage Selbstmordattentäter, die zum Teil auch in von der CIA vorbereiteten Camps auf einem syrischen Flughafen konzentriert worden sein sollen.

Die Freie Syrische Armee habe daraufhin die Kontrollen verstärkt und dabei bislang weitere acht IS-Terroristen festgenommen. Auch diese hätten ausgesagt, dass die Flucht aus Rakka mit Hilfe der USA gelungen sei und viele weitere als Selbstmordattentäter mit US-Geheimdienstinformationen versorgt wurden. 

Nach Angaben eines festgenommen Schmugglers sollen die IS-Terroristen mitsamt ihren Familien und Selbstmordattentäter für rund 600 bis 1.500 US-Dollar in die Türkei eingeschleust worden sein. Die Türkei gilt dabei zunehmend als Transitland, auch für syrische Flüchtlinge. Bislang seien so, worüber auch die BBC berichtete, alleine in einer Woche trotz widriger Bedingungen durch die starke Grenzsicherung, rund 20 Familien über die Grenze in die Türkei geschmuggelt worden sein. 

Der britische Fernsehsender BBC deckte in einem ausführlichen auf, dass die von USA unterstützten "Demokratischen Kräfte Syriens" (SDF) der Terrormiliz IS eine sichere Evakuierung aus deren selbsternannter Hauptstadt Rakka in Nordsyrien gewährt hatten. Die BBC führte Interviews mit Bus- und LKW-Fahrern, die nach eigenen Aussagen die IS-Terroristen samt ihren Familien aus Rakka u.a. nach Ostsyrien in die Nähe der irakischen Grenze brachten. 

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