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  • Die 15. Juli Märtyrer Brücke in Istanbul
  • Die 15. Juli Märtyrer Brücke in Istanbul in der Nacht vom 15. Juli

Die Türkei ist sich einig: "Wir sind nicht teilbar und bleiben standhaft"

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Die Türkei ist sich einig: "Wir sind nicht teilbar und bleiben standhaft"

16. Juli 2017 - 10:42
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Am Tag 2. des gescheiterten Putschversuchs vor einem Jahr ist die Türkei einig, sich durch nichts beirren zu lassen. Landesweit wurde den Opfern des gescheiterten Putschversuchs gedacht, wurden die Angehörigen der Opfer getröstet, erneut deutlich gemacht, dass die Drahtzieher des Putsches zur Verantwortung gezogen werden.

Solidarisch zeigte sich Sarajevo, Hauptstadt und Regierungssitz von Bosnien und Herzegowina, der Föderation Bosnien und Herzegowina

Istanbul / TP - "Hier sind wir, noch stehen wir" war das einhellige Signal, die aus der Türkei in die ganze Welt gesendet werden sollte. Landesweit wurde am Freitag den gefallenen Opfern des gescheiterten Putschversuch vom 15. Juli 2016 gedacht. Angehörige wurden von Massen getröstet, ihnen die Genugtuung vermittelt, dass die Drahtzieher des Putsches zur Verantwortung gezogen werden. Die Feierlichkeiten werden noch bis zum Dienstag fortdauern.

Der türkische Staatspräsident Erdogan rief Millionen von Istanbulern am Freitag vor der Brücke der Märtyrer vom 15. Juli am Bosporus zu, "zuerst werden wir diesen Verrätern den Kopf abreißen [sprichwörtlich, man reißt den Kopf der Schlange ab] und genauso wie sie es in Guantanamo machen, werden wir diese FETÖ-Anhänger vor Gericht bringen und zur Verantwortung ziehen." Nach der Veranstaltung in Istanbul reiste Erdogan nach Ankara, um auch hier ein Denkmal für die Gefallenen 249 Menschen einzuweihen, die während des gescheiterten Putschversuchs ihr Leben ließen, um Panzer aufzuhalten, Putschisten daran zu hindern, ihren Plan umzusetzen.

Bei der Eröffnung des Mahnmals für die Märtyrer des 15. Juli 2016 in Ankara betonte Erdogan in seiner Rede, dass die EU nun mehr seit 54 Jahren die Türkei mit leeren Versprechungen hinhalte, dass die Türkei sich das nicht länger mit ansehen werde. Genauso wie die EU ihr Versprechen hinsichtlich der ausgehandelten Visafreiheit und der zugesagten finanziellen Beteiligung für die Unterstützung von der in Türkei aufgenommenen Flüchtlinge bisher nicht nachgekommen sei, wäre es auch irrelevant, was "George oder Hans" der Türkei gegenüber mitteile. Falls das Parlament einen Beschluss über die Einführung der Todesstrafe für die angeklagten Putschisten vorlegen sollte, so werde Erdogan diesen Parlamentsbeschluß absegnen. 

Nach dem Eklat während eines Putschisten-Prozessauftakts, bei der ein Angeklagter ein T-Shirt mit der Aufschrift "Hero" trug, teilte Erdogan des Weiteren mit, dass die Putschisten ähnlich wie in Guantanamo einheitliche Häftlingskleidung zu den jeweiligen Prozessterminen tragen werden, um so etwas zu unterbinden.

In seiner Rede vor dem Präsidentenpalast in Ankara sagte Erdogan, man werde den vergangenen Sommer und die Heldentaten der Mitbürger nicht vergessen. Angefangen von den Männern und Frauen, die sich in Ankara und Istanbul vor die Panzer gelegt haben, über Ömer Halisdemir, der sich vor die Verräter gestellt habe bis hin zu den Parlamentariern, die in dieser Nacht, trotz Bombardierung, in der Großen Nationalversammlung zusammenkamen, sie alle hätten der Welt gezeigt, dass sie bereits sind ihr Leben zu opfern, um ihr Land zu verteidigen.

Erdogan warf in seiner Rede auch dem Westen vor, doppelzüngig und unaufrichtig zu sein. Der 15. Juli habe offenbart, wer die wahren Freunde und Verbündeten der Türkei seien und machte ebenso deutlich, wer solidarisch zur Demokratie stehe. Gemeinsam hätte man erlebt, wie international erst abgewartet wurde, wie der Putschversuch verläuft.

Die selbsternannten Hüter der Demokratie und diejenigen, die bei jeder Gelegenheit über Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit reden würden, hätten angesichts der Verbrechen der Putschisten geschwiegen, so Erdogan. Man habe den gescheiterten Putschversuch erst dann zögerlich verurteilt, als ersichtlich wurde, dass dieser gnadenlos scheitert. Teilweise habe man sich noch nicht einmal darum bemüht, die Enttäuschung über den vereitelten Putsch durch das türkische Volk, zu verbergen, teilte Erdogan weiter mit.

Auch im Ausland kamen Tausende Auslandstürken vor türkischen Vertretungen zusammen, um die Opfer des gescheiterten Putschversuchs zu ehren. In Karlsruhe, Stuttgart, München, Düsseldorf, Berlin, Hamburg, Frankfurt und weiteren Städten in Deutschland kamen Tausende Türken zu Mahnwachen zusammen, um Einigkeit und den Willen zu signalisieren, die Demokratie und Rechtstaatlichkeit zu verteidigen.

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