G-20-Gipfel in Antalya im Visier der IS

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G-20-Gipfel in Antalya im Visier der IS

18. November 2015 - 22:40
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Laut Meldungen aus Sicherheitskreisen, war der G-20-Gipfel im Badeort Antalya im Visier des Islamischen Staates (IS).

Die Oberstaatsanwaltschaft in Ankara ist nach dem Selbstmordanschlag in Ankara mit 103 Todesopfern auf weitere Hinweise zu dem Terrornetzwerk der IS in der Türkei gestoßen und hat entsprechende Sicherheitswarnungen herausgegeben. Das teilten Sicherheitskreise in Ankara heute mit. Demnach plante die IS vermutlich während des G-20-Gipfels in Antalya einen oder mehrere Terroranschläge wie in Paris, die aber vereitelt wurde. Die Staatengemeinschaft beriet am zweitägigen Gipfel neben dem Kampf gegen den Terrorismus auch über das Flüchtlingsthema. 

Laut der Meldung fanden Ermittler digitalisierte Informationen von den Selbstmordattentätern und ihren bislang verhafteten Helfern. Aus diesen gehe hervor, dass die Attentäter in Hotels, touristischen Zielen, Nachtclubs und am Rande des Gipfels Selbstmordanschläge verüben sollten. Die Pläne seien daraufhin an alle Sicherheitskreise weitergeleitet worden, heißt es in der Meldung weiter. In Istanbul, Izmir und Antalya wurden daraufhin in 26 Zielen Razzien durchgeführt. Aus den digitalen Archiven soll ausserdem hervorgehen, dass die IS in den großen Metropolen der Türkei jeweils mindestens einen Selbstmordattentäter auf Abruf bereitstellen wollte. Diese Pläne gehen u.a. durch Dokumente hervor, die beim Einsatz in Gaziantep gewonnen worden. Bei dem Einsatz wurden mehrere Polizisten verletzt, die versuchten in die Wohnung des Verdächtigen zu gelangen. Dieser hatte sich dabei in die Luft gesprengt. Im weiteren Verlaufe wurden 4 Personen verhaftet, darunter auch die Ehefrau des Selbstmordattentäters.

Wie aus weiteren Meldungen hervorgeht, ist ein weiterer Schwerverletzter des Terroranschlags in Ankara am 10. Oktober seinen schweren Verletzungen erlegen. Damit steigt die Anzahl der Todesopfer auf 103.

Am Istanbuler Flughafen wurden unterdessen 8 Verdächtige festgenommen, die offenbar über Istanbul nach Deutschland gelangen wollte. Aus den Berichten geht hervor, dass die 8 jungen Verdächtigen über Marokko nach Istanbul eingereist waren. Sonderermittler der Polizei, die darauf sensibilisiert wurden unter Reisenden Verdächtige ausfindig zu machen, nahmen daraufhin die aus Casablanca eingereisten Personen zur Vernehmung mit. Bei den Vernehmungen kam es dann zu widersprüchlichen Aussagen. Bei einem der Verdächtigen fand man auch ein Routenplan über Griechenland, Serbien, Ungarn, Österreich und schlussendlich Deutschland. Ob die Verdächtigen zum IS gehören, wollte man bislang in Istanbul dazu nicht äussern.

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