Türkei: LGBT-Prozess endet mit Freiheitsstrafen

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Türkei: LGBT-Prozess endet mit Freiheitsstrafen

18. November 2016 - 19:47
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Mehrere Personen wurden nach einer Strafanzeige des Mitbegründers der türkischen  Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender-Vereinigung "Roter Regenschirm" Kemal Ördek, zu Geldstrafen, bis hinzu mehrere Jahren Haft verurteilt. Ördek hatte in Ankara nach einem sexuellen Übergriff von Männern und einer anschließenden Drohung, Strafanzeige erstattet.

Türkei: LGBT-Prozess endet mit Freiheitsstrafen

Istanbul / TP - Der LGBT-Aktivist und Mitbegründer des Vereins "Roter Regenschirm", Kemal Ördek, hat als Nebenkläger die Verurteilung von 4 Personen erreicht. Ördek hatte gegen die Personen Strafanzeige erstattet, nach dem er vor seiner Wohnung in Ankara sexuell belästigt, anschließend bedroht worden war.

Der Fall ereiegnete sich Mitte Juli 2015 in Ankara. Laut Kemal Ördek wurde er von den Männern sexuell belästigt, es kam zum Streit, die Polizei wurde hinzugerufen. Auf einer Wache in Istanbul wurden die Personalien aller aufgenommen, Ördek erstattete Anzeige. Noch vor der Wache soll Ördek dann von einem weiteren Beteiligten bedroht worden sein.

Der Fall hatte für Aufsehen innerhalb der Szene, aber auch in den türkischen Medien gesorgt. Am vergangenem Donnerstag wurde der Prozess an dem Özdek als Nebenkläger auftrat erneut verhandelt. Dabei wurde die Person die vor der Wache Ördek bedroht hatte, zu 3.000 TL Geldstrafe sowie Erstattung der Prozesskosten verurteilt.

In dem Hauptanklageverfahren gegen die sexuelle Belästigung, befand die 1. Große Strafkammer, dass die Tatverdächtigen sich der sexuellen Belästigung schuldig gemacht hatten und verhängte Haftstrafen von 15, 4,5 und 2,5 Jahren.

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