Afrin: 11 Todesopfer bei Explosion einer Sprengfalle

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Afrin: 11 Todesopfer bei Explosion einer Sprengfalle

19. März 2018 - 10:22
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In der Nacht zum Montag detonierte in einem Wohnblock nach bisherigen Meldungen eine Sprengfalle. Sieben Zivilisten und vier Kämpfer der Freien Syrischen Armee sollen ums Leben gekommen sein.

Afrin: 11 Todesopfer bei Explosion einer Sprengfalle

Gaziantep / TP - In der Nacht zum Montag detonierte in einem Wohnblock in der nordsyrischen Stadt Afrin nach bisherigen Meldungen eine Sprengfalle. Sieben Zivilisten und vier Kämpfer der Freien Syrischen Armee sollen ums Leben gekommen sein.

Die Detonation war Reportern des türkischen Nachrichtensenders NTV zufolge weit über die Stadt hinaus zu hören und hatte ihren Ursprung im Afriner Stadtviertel Ahmed Schawani. Bisherigen übereinstimmenden Meldungen nach hatten zu der Zeit Kräfte der Freien Syrischen Armee das vierstöckige Haus nach YPG-Terroristen, Minen und Sprengfallen durchsucht, als die Explosion die Fassade des Gebäudes zum Einsturz brachte. 

Bislang werden sieben Zivilisten und mindestens vier FSA-Kämpfer genannt, die bei der Explosion ums Leben gekommen sind. Angehörige der Zivilisten eilten zur Stelle, um bei der Rettungsaktion mitzuhelfen, so übereinstimmende Meldungen.

Am Morgen ist die verheerende Wirkung der Sprengfalle deutlich sichtbar. Häuser und Gebäude sind im weiten Umkreis ebenfalls betroffen. Es entstand am Explosionsort ein vier Meter tiefer Krater.

Seit der Einnahme der Stadt Afrin am vergangenem Sonntag durch die türkische Armee und Einheiten der FSA wurden vor allem öffentliche Einrichtungen nach Sprengfallen durchsucht, am Abend erstreckte sich dann die Suche auf die privaten Wohnhäuser. Der türkische Regierungssprecher Bekir Bozdağ erklärte bereits am Sonntag, dass die Operation in Afrin aufgrund der von YPG hinterlassenen Sprengvorrichtungen noch lange nicht beendet sei. Man werde jedoch alle Bemühungen der YPG zunichte machen, unter den Soldaten, Milizen und Zivilisten mit solchen menschenverachtenden Fallen ein Massaker anzurichten.

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