Afrin - Ohnmacht der Wutpresse

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Afrin - Ohnmacht der Wutpresse

19. März 2018 - 01:06
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Die womöglich bisher weltweit einzigartig äußerst umsichtig operierende türkische Armee (TSK) und die Ohnmacht der deutschen Wutpresse über die Einnahme von Afrin.

FSA-Kämpfer und Zivilisten beim geselligen Tratsch

Kommentar - Die womöglich bisher weltweit einzigartig äußerst umsichtig operierende türkische Armee (TSK) und die Ohnmacht der deutschen Wutpresse über die Einnahme von Afrin.

Die Einnahme der nordsyrischen Stadt Afrin im Rahmen der türkischen Militäroperation "Olivenzweig" zur Bekämpfung der PKK/YPG- sowie DAESH ("IS")-Terrororganisationen, hat u. a. auch vor Augen geführt, dass das vorbildlich umsichtige Vorgehen der türkischen Armee unter besonderer Rücksichtnahme auf die in der Stadt Afrin von Terroristen als lebende Schutzschilde eingeschlossenen Zivilisten, auch seinen humanitären Stempel aufgesetzt hat.

Trotz der immer wieder seitens von der PKK/YPG-Terrororganisation in den sozialen Netzwerken verbreiteten Desinformationskampagnen, mit zum Teil in niederträchtiger Art und Weise dokumentierten Fake-Fotos, blieb der zuletzt auch militärisch stark zugesetzten Terrororganisation am Ende nichts anderes übrig, als die von ihnen in Geiselhaft genommene Stadt Afrin aufzugeben und dabei selbst die Flucht vorzuziehen.

Drohnenaufnahmen sowie diverse andere Belege hinsichtlich der Militäroperation "Olivenzweig" haben die deutsche Wutpresse nun mehr auch argumentativ in einen Ohnmachtszustand versetzt.

Die tagtäglich berichterstattende Strategie vieler augenscheinlich desinformativ agierender deutscher Medien bezüglich dieser und auch in zukünftigen unumgänglichen Militäroperationen zur Sicherung der türkischen Außengrenzen, ebenso der Befreiung der seit sechs Jahren in Geiselhaft gehaltenen Zivilbevölkerung aus den Händen diverser skrupelloser Terrororganisationen - bestand und besteht weiterhin darin, insbesondere die PKK/YPG-Terrororganisation mit der kurdischstämmigen Zivilbevölkerung manipulativ gleichzusetzen, mit dem Ziel die terroristischen Aktivitäten zum Schaden der Türkei innerhalb der deutschen Öffentlichkeit zu legitimieren.

Falls hiesige Medien nicht doch den letzten Funken ihrer Glaubwürdigkeit verspielt haben wollen, wären sie besser beraten endlich Farbe zu bekennen und den tatsächlichen unausweichlichen Fakten ins Auge zu sehen.

Wenn man nun den durchaus angebrachten Vergleich zwischen der von den vorwiegend von Amerikanern völlig zerbombten ehemaligen DAESH-Hochburg Rakka und die seit heute de facto von Terror befreite Stadt Afrin zieht, so müssten insbesondere ideologisch türkeifeindlich orientierte westliche Medien reumütig feststellen, dass man hinsichtlich der außergewöhnlich umsichtigen Vorgehensweise der türkischen Streitkräfte - auch in Sachen Schutz der Zivilbevölkerung - taktisch sehr viel von den Türken lernen kann.

Bei der Rückeroberung Rakkas mit hunderten zivilen Todesopfern haben ausländische Militärexperten analysiert, dass nach der Militärintervention der USA in Vietnam in Rakka sich die höchste Anzahl von Bombenabwürfen ereignet haben muss. Deutsche als auch westliche Medien verloren damals über die daraus resultierenden humanitären apokalyptischen Umstände in Rakka kein einziges Wort darüber. 

Hingegen wird aber seitens hiesiger Medien - und das völlig zurecht - über die noch immer andauernde menschliche Tragödie in Ghouta bei Damaskus berichtet - aber auch nur aus der Tatsache heraus, dass das menschliche Massaker in Ghouta in der Tat das Assad-Regime und seine politischen Unterstützer zu verantworten haben.

Die oftmals nur zum politischen Selbstzweck hochgelobten westlichen Werte und die damit verbundene Symbolpolitik des Westens schließen in ihrer eigenen Überheblichkeit sowie politischen Arroganz selbst zu verantwortende Massaker an Zivilisten, ob in Afghanistan, Palästina oder anderen Regionen grundsätzlich aus, stets getarnt mit der schon fast verhöhnenden Bezeichnung - "Kollateralschäden".

 

Eyüp Dönmez

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C

das ganze mit wutpresse zu beschreiben ist nicht richtig. es ist deutsche aussenpolitik. seit jahrhunderten ist die europäische aussenpolitik durch anti-türkische haltung geprägt und das wird sich auch nicht ändern. die türkei ist schon aufgrund ihrer geographischen lage predestiniert eine grosse macht zu sein und das ist vor allem deutschland ein dorn im auge. 

die presse wird auch in 10 jahren die türkei denunzieren und mit fake news und propaganda bekämpfen. viele haben das immer noch nicht begriffen. es gibt keine deutsch-türkische freundschaft, es gibt höchstens gemeinsame wirtschaftliche interessen. unsere politiker sind schlecht beraten, wenn sie glaubten, dass deutschland sich um die türkei sorgen würde.