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Nun wird es offiziell: YPG kämpft für Assad

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Nun wird es offiziell: YPG kämpft für Assad

20. Februar 2016 - 16:16
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Laut kurdischen Medien hat sich die syrische Heimatsministerin Shaaban zu den Volksverteidigungseinheiten geäussert.

Erbil / TP -Wie der privatrechtliche kurdischer Sender Rûdaw Media Network (Rûdaw) mit Sitz in Erbil in der Autonomen Region Kurdistan berichtet, hat sich erstmals offiziell das syrische Regime zu den Volksverteidigungseinheiten YPG geäussert. Der bewaffnete Organ der Partei der Demokratischen Union (PYD) unter dem Vorsitz von Salih Muslim, wird von den USA und Europa mit Waffen versorgt. Die YPG hatte während des Kampfes gegen den Islamischen Staat (ISIS) die syrische Stadt Ain al-Arab (Kobane) mit Hilfe westlicher Allierter gehalten und erhält seitdem umfangreiche Waffenlieferungen, auch aus Deutschland.

In der Meldung der Rûdaw erklärte die syrische Informations- und Heimatministerin Bouthaina Shaaban des syrischen Regimes unter Baschar al-Assad, dass die YPG ein Teil der syrischen Armee sei. Seit langem ist bekannt, dass das syrische Regime politische wie wirtschaftliche Kooperationen mit der PYD in von YPG gehaltenen Gebieten Syriens unterhält. Seit dem auch Russland in Syrien Kampfeinsätze gegen mutmaßliche Rebellengruppen führt, werden auch YPG-Kampfeinsätze durch russische Kampfbomber unterstützt.

Die PYD und YPG werden seit längerem von Menschenrechtsorganisationen und Reportern ohne Grenzen beschuldigt, in von YPG-besetzten Gebieten Menschenrechtsverletzungen zu begehen. Die PYD und YPG dementierten die Vorwürfe vehement. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International (ai) hatte der PYD im Norden Syriens Vertreibungen und Häuserzerstörungen vorgeworfen. Ganze Dörfer in dem von der Kurden-Partei PYD kontrollierten Gebiet seien niedergerissen worden, hieß es in einem ai-Bericht. Tausende seien vertrieben worden. Die Organisation berief sich unter anderem auf Augenzeugenberichte und Satellitenbilder. Kurz zuvor hatten auch Human Rights und Reporter ohne Grenzen der PYD ebenfalls vorgeworfen, demokratische Grundprinzipien massiv zu verletzen.

Heute meldete u.a. eine unabhängige kurdische Informationsstelle, das am 14. und 15. Februar 2016 Anhänger der Partei der Demokratischen Union (PYD) in al‑Qamischli, ʿAfrin, ʿAmuda, Tall Tamr, Raʾs al-ʿAin (Serê Kaniyê) und ad‑Darbasiya Ladenbesitzer unter Androhung hoher Geldstrafen zwangen, ihre Läden zu schließen. Bereits 2015 hatten PYD‑Mitglieder Ladenbesitzer zum Jahrestag der Festnahme von Öcalan gezwungen, ihre Geschäfte zu schließen.

"#YPG is a unit of the Syrian army" says Bouthaina Shaaban, political & media adviser to #Assad pic.twitter.com/4fsNrxa8zb

— Rudaw English (@RudawEnglish) 20. Februar 2016