Sachsen im Ausnahmezustand - Flüchtlinge hin und her gerissen

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Sachsen im Ausnahmezustand - Flüchtlinge hin und her gerissen

20. Februar 2016 - 00:32
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Immer wenn man denkt, in Sachsen kann man nichts mehr toppen, kommt noch etwas oben drauf.

In Clausnitz im Bundesland Sachsen wurde ein Bus mit ankommenden Flüchtlingen von Deutschen angegriffen. "Man sieht in dem Video die blanke Angst der Menschen in Bus und hört den Hass der Rassisten. Wie können Menschen nur so grausam und empathielos sein?! Einfach ekelhaft!", kommentierte der Politiker Niema Movassat auf seiner Facebookseite das Geschehen. 

Auf dem Video ist zu sehen wie muslimische Frauen und Kinder von dem Mob mit den Worten "Wir sind das Volk" angebrüllt werden. Ein weinendes Kind verlässt den Bus und es ist zu sehen wie die im Bus sitzende Frauen sich vor Angst umarmen.

Danach sickerte erneut ein Video durch, in der zu sehen ist, wie ein sächsischer Polizist Kinder und Erwachsene lautstark zuruft, während diese aus Angst zurückweichen. Daraufhin meldet sich die Polizei in Sachsen in einem Facebook-Posting und kündigt an, das Video und den Einsatz umgehend auszuwerten. Innenminister Markus Ulbig: "Ich habe mir das Video angesehen. Die Bilder sprechen ihre Sprache. Das Innenministerium wird den Einsatz der Polizeidirektion Chemnitz mit allen Beteiligten umgehend auswerten. Erst dann können wir Konsequenzen ziehen."

Als ob das aber nicht mehr zu toppen sei, meldet das ZDF, dass der Leiter des Flüchtlingsheims in Clausnitz ein AfD-Mitglied ist. Er wusste nach ZDF-Informationen als einer der wenigen, wann der Bus eintreffen würde.