• Europaweite Anti-Terror-Demonstrationen in dieser Woche in Berlin, Brüssel, Paris und Rottersam

Anti-PKK-Proteste in Paris und Rotterdam - Attacke in Paris

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Anti-PKK-Proteste in Paris und Rotterdam - Attacke in Paris

20. November 2016 - 22:52
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Nach den Demonstrationen in Berlin und Brüssel am Samstag, kamen diesmal am Sonntag in Paris und Rotterdam tausende Türken zusammen, um gegen den Terrorismus zu protestieren. Unter dem Motto "Verdammt den Terror, schützt die Demokratie" trafen sich am Sonntag mehrere tausend Türken. In Paris machten PKK-Sympathisanten jagd auf Kundgebungsteilnehmer.

Paris Place de la République - PKK-Sympathisanten jagen türkische Demonstrationsteilnehmer, darunter Frauen und Kinder

Paris-Rotterdam / TP - Die Demonstration richtete sich auch hier gegen die Unterstützung von Terrorismus durch Europa, insbesondere der PKK, YPG, PYD, Islamische Staat und FETÖ. In Parolen verdammte man in der Hauptstadt Frankreichs vor allem den weiterhin anhaltenden Terror der PKK in der Türkei. In Plakaten wurde insbesondere auf die Europäische Union appeliert, die Terrororganisation PKK nicht weiter zu unterstützen, um so den Terror in der Türkei zu beenden. 

Im Vorfeld der friedlichen Kundgebung, bevor sich rund 3.000 Demonstranten auf dem Platz einfanden, kam es im verlaufe des Aufbaus der Einrichtungen zu der Kundgebung zu Zusammenstößen mit PKK-Sympathisanten. Laut Augenzeugen machten rund 150 PKK-Sympathisanten jagd auf die Helfer und Austräger der Kundgebung, die gerade dabei waren, den Place de la République einzurichten. Laut lokalen Nachrichtensendern zufolge, wurden dabei Frauen, Kinder und Männer attackiert, mindestens 5 Teilnehmer und Helfer verletzt, mehrere Fahrzeuge beschädigt.

Mehrere Fahrzeuge wurden mit Eisenstangen und Holzlatten traktiert, die Scheiben eingeschlagen, Molotowcocktails sowie Böller auf den Platz geworfen. Die Szenerie wurde in sozialen Netzwerken per Video übertragen, was innerhalb der türkischen Community mit Betroffenheit aufgenommen wurde. Der Vorsitzende der Pariser UETD-Geschäftsstelle Ibrahim Kilic erklärte nach dem Vorfall, die bereits eingetroffenen Teilnehmer seien unvermittelt mit Eisenstangen und Holzlatten attackiert worden. Der Gendarmerie machte Kilic, der selbst am Kopf mit einer Eisenstange getroffen wurde, den Vorwurf, bei der Attacke zugeschaut zu haben. Erst spät, nach dem viele Türken ihr Heil in der Flucht gesucht hätten und von PKK-Sympathisanten hunderte Meter weit verfolgt worden seien, wäre die Polizei eingeschritten.

Fatih Gülergün, Vorsitzender eines türkischen Vereins in Paris erklärte gegenüber der türkischen Presse, man habe die PKK-Sympathisanten bereits während des Aufbau der Kundgebung am Rande bemerkt, wie sie sich versammelt hätten, die Polizei habe man darüber informiert. Dennoch sei nichts passiert.

In sozialen Netzwerken bekannte sich die Ciwanen Azad France zu der Aktion, die eine Untergrundorganisationen der PKK ist und zu deutsch "Gemeinschaften der Jugend“ bedeutet. Die Ciwanen Azad verüben vorwiegend Anschläge gegen türkische Einrichtungen, auch in Deutschland, darunter die Apoistische Jugendinitiative.

In Rotterdam kamen laut Schätzungen der Veranstalter rund 2.000 Teilnehmer, um gegen den Terror in der Türkei zu protestieren. Sie endete wie in Berlin und Brüssel friedlich.

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