Erster F-35 Kampfjet an Türkei ausgeliefert

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Erster F-35 Kampfjet an Türkei ausgeliefert

22. Juni 2018 - 02:01
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Am Donnerstag wurde auf dem Luftwaffenstützpunkt Fort Worth in Texas offiziell der erste moderne F-35A Kampfflugzeug an die Türkei ausgeliefert.

Erster F-35 Kampfjet an Türkei ausgeliefert

Washington / TP - Am Donnerstag wurde auf dem Luftwaffenstützpunkt Fort Worth in Texas in einer feierlichen und offiziellen Zeremonie der erste moderne F-35A Kampfflugzeug an die Türkei ausgeliefert. An der Übergabe beteiligten sich die Staatssekretäreder Verteidung sowie hochrangige US-amerikanische un türkische Vertreter.

Das Kampfflugzeug mit der Nummer 18-0001 wurde nach der Übergabe zum Luftwaffenstützpunkt Luke in Arizona für die Pilotenausbildung geflogen. In den nächsten Tagen soll ein zweiter Kampfjet ausgeliefert werden. Bis März 2019 sowie November 2019 sollen jeweils zwei weitere Kampfjets die Fertigungshallen von Lockheed Martin in Texas verlassen und an die Türkei übergeben werden.

Der F-35A Kampfjet ist mit überlegenen Radar- und Tarnkappentechnik sowie moderneren Waffensystemen ausgestattet. Vertraglich hat die Türkei den Erwerb von insgesamt 100 Stück Kampfjets gesichert.

Noch am Montag hatte der US-Senat die Auslieferung sowie Ausschluss türkischer Unternehmen an der Entwicklung und Fertigung der F-35 gefordert und hierzu ein Gesetzentwurf angenommen, der das Verteidigungsministerium zwingen soll, dies zu veranlassen. Doch zunächst müsste noch das US-Repräsentantenhaus sowie zuletzt US-Präsident Donald Trump dem Gesetz zustimmen. Das US-Pentagon hatte am Mittwoch erklärt, dass der Gesetzesentwurf die Lieferung von Donnerstag nicht beeinträchtigen werde.

"Lockheed Martin wird diesen Donnerstag in Fort Worth eine feierliche Übergabe für die Türkei veranstalten und die beiden Kampfpflugzeuge werden zu einem späteren Zeitpunkt in das Luke Air Force Base in Arizona überführt, wo sie dann ausgeflogen werden", erklärte ein Pentagon-Sprecher der CNN am Mittwoch. 

Obwohl die Türkei schon seit 1999 an der Entwicklung des F-35-Programms beteiligt war, hatte der US-Senat versucht, der Türkei im Rahmen eines Entwurfes zur "Nationalen Sicherheit" die Lieferung von 100 Stück F-35A Kampfjets zu unterbinden. In dem Gesetzesentwurf die kurz vor dem Auslieferungstermin mit überwältigender Mehrheit angenommen wurde, beantragte der US-Senat den Ausschluss der Türkei von dem Kaufvertrag und von der Entwicklung und Produktion einzelner Bauteile des Kampfjets. Laut US-amerikanischen Medien wirft der US-Senat der Türkei vor, mit dem geplanten Kauf des Flugabwehrsystems S-400 aus Russland die USA als Verbündeten zu brüskieren, weil das russische System mit NATO-Systemen inkompatibel sei. Ferner wird aber auch die Inhaftierung des US-amerikanischen Priesters Andre Brunson in der Türkei als Grund der Entscheidung des US-Senats vorne angeführt.

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