Terrororganisation PKK missbraucht Zivilisten als Schutzschild

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Terrororganisation PKK missbraucht Zivilisten als Schutzschild

23. Juni 2018 - 20:25
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Terroristen der Terrororganisation PKK haben im Bereich des nordirakischen Bezirks Choman eine Reihe von Dörfern besetzt. Die dort ansässige Bevölkerung berichtet von Schikanen und einer totaler Ausgangssperre bei Tag und Nacht.

Bildmaterial: Anadolu Agency (AA)

Choman ist ein Bezirk in der Provinz Erbil an der irakisch-iranischen Grenze. Das von der Terrororganisation PKK dort okkupierte Gebiet befindet sich ca. 20 km von der Irakisch-iranischen Grenze entfernt. Die Region ist dörflich geprägt und, da der Boden dort sehr fruchtbar ist, lebt die dortige Bevölkerung von der Landwirtschaft und auch der Imkerei. 

Die PKK-Terroristen haben Medienmeldungen zufolge dort eine strenge Ausgangssperre "verhängt", die Tag und Nacht gilt. Schon allein dadurch ist die Bevölkerung nicht mehr in der Lage, ihrer Arbeit nachzugehen. Bei Verstößen gegen die Ausgangssperre werden zumindest die Felder, bzw. Bienenstöcke der betreffenden Familie angezündet, berichten Einwohner. Mehrere Menschen seien, nach Angaben der dortigen Zivilbevölkerung, bereits erschossen worden, weil sie den eigenen, direkt am Haus liegenden, Garten betreten haben. 

Auch direkt jenseits der Grenze zwischen dem Irak und Iran, auf iranischen Gebiet, sollen Angehörige der Terrororganisation PKK gegenwärtig den Versuch unternehmen, dort Bunker, Lagerstätten und ähnliches anzulegen. Aktivitäten, die die Terroristen im irakischen Choman-Bezirk schon in nicht unheblichen Maße abgeschlossen haben. Dies alles gilt insbesondere auch im Bereich der Kandil-Berge, eine Region auf irakischem Territorium (Gouvernement Erbil) nahe der irakisch-iranischen Grenze, etwa 100 km südlich der Türkei. 

Als Ursache für die Ausgangssperren und augenscheinlich der Neuansiedlung der PKK werden die derzeitigen Antiterror-Operationen der türkischen Armee genannt. Seit Wochen sind Eliteeinheiten der türkischen Armee tief in nordirakisches Territorium eingedrungen, bekämpfen die Terrororganisation. Laut türkischen Militär sind bislang sieben Militärposten eingerichtet worden, um das hindurchsickern von Terroristen auf türkisches Staatsgebiet zu verhindern. In den letzten Wochen flog die türkische Luftwaffe Ziele der PKK in den Kandil-Gebirgen, bombierte dort Stützpunkte der PKK.

Experten gehen davon aus, dass die PKK derzeit gezwungen ist, sich auf niedere Gebiete zurückzuziehen, benutzt dabei die Zivilbevölkerung als Schutzschild gegen Luftangriffe. Die Ausgangssperren sollen zudem verhindern, dass die Luftüberwachung durch Drohnen ins Leere geht.

Die Region ist Teil des Zāgros-Gebirges und schwer zugänglich, die höchsten Gipfel erreichen mehr als 3.000 Meter, wobei der höchste Berg Kuhe Haji Ebrahim an der iranisch-irakischen Grenze 3.587 m erreicht. Besondere Bedeutung erhält das Gebiet, schon seit Jahrzehnten als als Rückzugsgebiet der Terrororganisation PKK und ihrer iranischen Teilorganisation, der Partei für ein Freies Leben in Kurdistan („Partiya Jiyana Azad a Kurdistanê“, Abk. PJAK). 

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