YPG beschießt Moschee in Flüchtlingsstadt Kilis

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YPG beschießt Moschee in Flüchtlingsstadt Kilis

24. Januar 2018 - 17:42
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Bei einem erneuten Raketenangriff auf die türkische Grenzstadt Kilis sind am späten Mittwochnachmittag 8 Moscheebesucher verletzt worden. Zwei Menschen schweben in Lebensgefahr, teilte der Landrat der Stadt mit.

YPG beschießt Moschee in Flüchtlingsstadt Kilis

Kilis / TP - Die türkische Grenzstadt Kilis, die an der syrischen Grenze nördlich der Region Afrin liegt, ist erneut mit Raketen beschossen worden. Am späten Nachmittag traf es diesmal die geschichtsträchtige Çalık-Moschee in der Altstadt von Kilis. Kilis Bevölkerung ist seit dem Ausbruch des Bürgerkriegs in Syrien um das dreifache angestiegen. Es leben mehr Syrer als Türken in der Stadt. Erst am Montag waren mindestens drei Raketen auf die Stadt niedergegangen. Mehrere Häuser wurden dabei getroffen, ein Haus brannte komplett aus. 

Seit die militärische Operation "Olivenzweig" angelaufen ist, beschießen Einheiten der Terrororganisation YPG aus der Region Afrin heraus die türkischen Grenzstädte Kilis und Reyhanli. Dabei wurden seit Montag mindestens acht Raketeneinschläge gemeldet. Bislang blieb es bei Sachschäden, Menschen kamen mit dem Schrecken davon.

Am Mittwoch durchschlug um ca. 20 Uhr Ortszeit eine Rakete, die aus der Region Afrin abgefeuert wurde, die Kuppel der alten Çalık-Moschee in der Altstadt von Kilis. Zu der Zeit befanden sich mehrere Dutzend Menschen in der Moschee, die sich zum Abendgebet aufhielten. Acht Menschen wurden dabei verletzt. Nach Angaben des Landrats von Kilis schweben zwei Menschen in Lebensgefahr und befinden sich in der Intensivbehandlung.

Laut dem Landrat Mehmet Tekinarslan ist man sich inzwischen sicher, dass die erste Rakete wie auch am Montag aus der umkämpften Region Afrin abgefeuert wurde. Eine zweite Rakete sei nur 100 m. weiter in ein Wohnhaus eingeschlagen. Dabei seien vier Kinder und ein Erwachsener lediglich durch Staubaufwirbelung betroffen gewesen. 

Seit der militärischen Operation "Olivenzweig", die gegen die Terrororganisation Islamischer Staat (DAESH) sowie gegen den syrischen Ableger der Terrororganisation PKK, der YPG, gerichtet ist, sind seit Samstag laut dem türkischen Generalstab insgesamt acht Raketen aus dem syrischen Gebiet in der Region Afrin abgefeuert worden, die unter der Kontrolle der YPG stehen. 

Afrin wurde als Folge des syrischen Bürgerkriegs Anfang 2014 zum Hauptort einer der drei Verwaltungseinheiten der de facto von der PYD/YPG ausgerufenen autonomen kurdischen Region Rojava. Die politische Partei PYD sowie die Volksverteidigungseinheiten YPG wurden 2003 von der Terrororganisation PKK in Syrien gegründet. Der Bezirk Afrin grenzt im Norden an die türkische Provinz Kilis und im Westen an die türkische Provinz Hatay.

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