Syrien: Bombenanschlag gegen russisches Militär

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Syrien: Bombenanschlag gegen russisches Militär

24. Februar 2016 - 17:52
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Wie mehrere türkische Medien einstimmig berichten, soll es in der Nähe von Latakia in Syrien einen Bombenanschlag gegen eine Gruppe von russischen Militärs gegeben haben. Es soll viele Tote und Verletzte geben.

Ankara / TP - Wie die türkische Medien unter Berufung auf Meldungen der Rebellenmiliz Ahrar al-Scham mitteilen, soll es in der Nähe von Latakia, in dem sich auch das russische Luftwaffenstützpunkt befindet, einen Bombenanschlag gegen ein Gebäudekomplex gegeben haben. Die Autobombe soll dabei viele russische Offiziere und Generäle mit in den Tod gerissen haben, die sich dort befunden hätten. Der Vorfall soll sich am Sonntag ereignet haben, teilte die Rebellenmiliz Ahrar al-Scham demnach mit. Auf einigen Videos die in Youtube hierzu veröffentlicht wurden, ist eine Explosion vor einem Gebäude mit vielen Fahrzeugen zu beobachten. Ahrar al-Scham teilte mit, dass nach der Explosion viele Krankenwagen und russische Helikopter herbeigeeilt seien. Russische Medien haben die Tat bislang weder aufgegriffen, noch gemeldet.

Die Ahrar al-Scham, eine salafistische Rebellenmiliz, die aus mehreren syrischen islamistischen Brigaden besteht, kämpft seit Oktober 2011 im Bürgerkrieg in Syrien gegen die Assad-Regierung. Sie ist einer der militärischen Gegner der von westlichen Staaten unterstützten Gruppen in Syrien und hat sich zuletzt der Islamischen Front angeschlossen. Seit die russische Luftwaffe und die Marine ihre Operationen in Syrien intensiviert und Stellungen der Rebellenmilizen bombardiert, konnte das Assad-Regime bis Anfang der Woche Geländegewinne verbuchen. Neuesten Meldungen zufolge ist der Vormarsch aber zum Stillstand gekommen. Der Islamische Staat (ISIS) hat nach Angaben unabhängiger Berichte, viele hundert schiitische Milizen und regimetreue Soldaten gefangen genommen, die angeblich aus dem Iran entsendet wurden, um das Assad-Regime zu unterstützen. Auch oppositionelle Rebellenmilizen sollen Gefangene gemacht haben.