DITIB-Moschee in Stade erneut Ziel der PKK

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DITIB-Moschee in Stade erneut Ziel der PKK

25. Januar 2018 - 20:58
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In Bützfleth, einer Ortschaft in der Hansestadt Stade wurde in der vergangenen Nacht die Moschee der DITIB in der Obstmarschenweg erneut Ziel eines PKK-Angriffs. Dabei wurden Scheiben eingeschlagen, die Fassade beschmiert.

DITIB-Moschee in Stade erneut Ziel der PKK

Stade / TP - Die Übergriffe auf Moscheegemeinden in Deutschland nehmen seit Anbeginn der militärischen Intervention der Türkei im Norden Syriens wieder zu. Seit vergangenem Samstag wurden bereits vier Moscheen angegriffen, mit dem Angriff auf die Moschee des Türkisch Islamischen Kultur Verein e.V. in Stade-Bützfleth sind es bislang fünf. Bislang wurden die Sultan-Alparslan-Moschee in Kassel, die Eyüp-Sultan-Moschee in Leipzig, der Sitz des türkisch-islamischen Moscheeverbands DITIB in Minden sowie die Moschee in Frankfurt-Höchst angegriffen.

Alle Angriffe haben einen unmittelbaren Bezug zur türkischen Militäroperation "Olivenzweig" in Nordsyrien, daran erkennbar, dass die unbekannten Täter "Efrin", "PKK" oder "Faschist Türkei" an die Fassaden schmierten und Fensterscheiben einschlugen. Ausserdem wurden alle Taten auch in einer bekannten Internetseite mit Bezug zur PKK von einer "Apoistischen Jugendinitiative" zugegeben und mit Bild- und Videomaterial unter Beweis gestellt. 

In der Nacht zum Donnerstag traf es nun die Moschee des Türkisch Islamischen Kultur Verein e.V. in Stade-Bützfleth, die bereits im vergangenem Jahr Ziel eines ähnlichen Anschlags war. Acht Scheiben seien eingeworfen worden und es sei zu Farbschmierereien gekommen, sagte die DITIB-Vizevorsitzende in Niedersachsen, Emine Oguz.

In einem eindringlichen Appell rief die DITIB die Politik auf, ein klares Signal auszusenden, damit die Übergriffe ein Ende nehmen. Ausserdem erwarte man letztendlich auch eine Verurteilung der Taten. Oguz erklärte weiter, dass das so nicht mehr weiter gehen könne.

Der Koordinationsrat der Muslime in Deutschland (KRM) verurteilte die Anschläge auf mehrere Moscheegemeinden innerhalb weniger Tage in einer Pressemitteilung und rief die Sicherheitsbehörden auf, die Sicherheit der Gemeinden zu gewährleisten.

Der KRM sei besorgt über die neuerliche Serie von Angriffen auf türkischstämmige Moscheegemeinden. Die Kämpfe im Norden Syriens würden zum Anlass genommen, um vermehrt gegen türkische Einrichtungen und insbesondere Moscheen zu hetzen und den Terror nach Deutschland hinein zu tragen. Auf dem Flughafen in Hannover hätten sich dramatische Szenen abgespielt, die erschreckend seien und aufhorchen lassen würden.

Laut der KRM ist man besorgt darüber, dass die Angriffe alle aus einer politischen Motivation herrühren und damit erneut einen ausländischen Konflikt nach Deutschland hineintragen. Der Terror habe erneut die Gesellschaft zum Ziel und greife gemeinsame Werte an, indem man Gotteshäuser als Terrorziele auswähle. Die Sicherheitsbehörden seien aufgefordert, die Sicherheit der Gotteshäuser und ihrer Besucher zu gewährleisten.
 

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