Afrin: YPG setzt bei Rückzug Sprengfallen mit Menschen ein

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Afrin: YPG setzt bei Rückzug Sprengfallen mit Menschen ein

25. Februar 2018 - 21:11
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Die Mittel mit der die Volksverteidigungseinheiten YPG im nordsyrischen Afrin den Vormarsch des türkischen Antiterror-Einsatz stoppen will, werden immer perfider. In der Gemeinde Rajo wurden in einem Dorf insgesamt 12 Sprengvorrichtung entdeckt. In zwei Häusern wurden ältere Menschen als Lockvogel gefesselt und zurückgelassen.

Afrin: YPG setzt bei Rückzug Sprengfallen mit Menschen ein

Gaziantep / TP - Die Mittel mit der die terroristische Volksverteidigungseinheit (YPG) im nordsyrischen Afrin den Vormarsch des türkischen Antiterror-Einsatzes stoppen will, werden immer perfider. In der Gemeinde Rajo wurden im Dorf Māskānlī insgesamt 12 Sprengfallen entdeckt. In zwei Häusern wurden dabei ältere Menschen als Lockmittel gefesselt und zurückgelassen.

Laut den älteren Dorfbewohnern, die von türkischen Soldaten im Dorf Māskānlī gefesselt in ihren Häusern vorgefunden wurden, hatten Terroristen der YPG und YPJ ihnen die Häuser zur Verfügung gestellt, weil sie angeblich frei seien und Schutz bieten würden. Die Räume der Häuser seien jedoch mit Sprengvorrichtungen präpariert und sie wären als Lockmittel gefesselt und in diese Häuser eingesperrt worden. Nur durch Soldaten und Milizen mit arabischen Sprachkenntnissen war es nach Angaben der Nachrichtenagentur Anadolu möglich, die Schreie der gefesselten Dorfbewohner in arabischer Sprache richtig zu deuten und entsprechend vorzugehen. Ein Team von militärischen Sprengexperten konnte die Sprengfallen demnach neutralisieren oder kontrolliert sprengen, um die Zivilisten in Sicherheit zu bringen. Ingesamt wurden in diesem Dorf 12 Sprengvorrichtungen vorgefunden.

Seit dem 20. Januar befindet sich die syrische Terrororganisation YPG zusammen mit ihrem Frauenverteidigungseinheit YPJ, Ableger der Terrororganisation PKK, im Rückzug aus bislang besetzt gehaltenen Gebieten im nordsyrischen Distrikt Afrin. Dabei gehen die YPG und die YPJ mittlerweile wieder in ihre ursprüngliche Guerillataktik über. Mit unkonventionellen Sprengfallen versucht man dabei den Vormarsch der türkischen Bodentruppen sowie Milizen der Freien Syrischen Armee aufzuhalten. Erst am 11. Februar starben bei einem von der YPG inszenierten Dorfaufstand 9 türkische Soldaten, zwei Piloten eines Kampfhubschraubers kamen ebenfalls ums Leben.

16 Infanterie-Soldaten waren aufgebrochen um die augenscheinlich erregte Gruppe von rund 80 Personen aufzuhalten, die sich auf eine militärisch gesicherte Anhöhe zubewegten, als plötzlich aus der Gruppe und aus dem naheliegenden Dorf das Feuer eröffnet wurde. Laut bisherigen Informationen wurden Zivilisten aus umliegenden Dörfern gezwungen, sich in einer Gruppe auf die Anhöhe zu bewegen. Dabei sollen die Terroristen sich in die Menschenmenge gemischt und die Gruppe mit Waffengewalt angetrieben haben.

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