Kurdischer Schriftsteller über die PKK - Militär operiert in Tunceli

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Kurdischer Schriftsteller über die PKK - Militär operiert in Tunceli

25. März 2012 - 21:03
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Erneut meldet sich Kemal Burkay zurück und fordert die nationalistisch-kurdische Partei BDP auf, sich von PKK zu lösen. Das türkische Militär setzt in Tunceli nach

Der kurdischstämmige Schriftsteller und Politiker, der nach 31- Jahren Exil in die Türkei zurückgekehrt ist, stellt die nationalistisch-kurdische Partei vor die Wahl. In einem Interview gegenüber der Cihan-Nachrichtenagentur erklärte Kemal Burkay, dass die Waffenniederlegung der Terrororganisation PKK der BDP eine freie Politik ermöglichen könnte. Ausserdem müsse die PKK sich mit ihren eigenen Verbrechen auseinandersetzen. In diesem Zusammenhang sprach Burkay von einem Mord in Deutschland, die 1987 begangen worden sein soll.

Für Burkay steht fest, dass sich seit seinem Exilleben in der Türkei vieles zum positiven geändert hat. Burkay habe Freunde und Bekannte getroffen und über die Verhältnisse gesprochen. Ihrer Meinung nach habe die Türkei sich verändert. Manche Probleme hätten sich zwar nur verschoben, doch die Möglichkeit der freien Meinung und Diskussion sei im Gegensatz zu früher möglich. Es würden noch in weiten Teilen Vorurteile herrschen, aber auch hier habe die politische Emanzipation vieles zum positiven verändert. Burkay betonte dabei immer wieder die Rolle der neuen Partei Hak-Par, die im Gegensatz zur BDP die PKK auffordere die Waffen niederzulegen. Die BDP habe damit ein Imageproblem, zumal sie unter dem Einfluß der Gewalt der PKK stehe. Die BDP müsse sich jedesmal erneut beweisen, um die Sympathie in Teilen der Kurden zu gewinnen, treffe da aber immer wieder auf die Gewaltwelle der PKK und unternehme dagegen keine politischen Schritte bzw. treffe keine eindeutigen Ausagen.

Der BDP warf Burkay auch vor, der demokratischen Öffnung der türkischen Regierung keine Unterstützung zukommen zu lassen. Das sei auch ein Grund, weshalb sich die regierende AKP immer mehr reserviert zeige und weitere Entscheidungen nur unter Vorbehalt treffe.

Kemal Burkay sieht auch Aufklärungsbedarf bei den Verbrechen der PKK. In der Türkei seien viele Verbrechen begangen worden, die in der Gegenwart viele Gerichte beschäftigen. Das müsse auch für die PKK gelten. Die PKK müsse sich mit ihren Verbrechen beschäftigen, die sie in der Türkei und im Ausland begangen habe. Nur so sei gewährleistet, dass sie die Demokratie und Gerechtigkeit respektiere. "Wenn dieses Land sich mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzt, dann muss man sich auch mit diesen Verbrechen beschäftigen" sagte Burkay weiter. Für Burkay stellt die Gewalt der PKK ein erhebliches Problem dar, die die Menschen der Region stark beeinflusst. Jede anderweitige Meinung habe die PKK mit Gewalt beantwortet. Dieses Vorgehen habe sich auch in der Zivilgesellschaft etabliert. Die PKK müsse die Waffen niederlegen, um Kritik aufnehmen und Kritik aufkommen zu lassen. In diesem Zusammenhang erzählte Burkay auch von einem PKK-Mord der in Deutschland im Jahre 1987 stattgefunden haben soll. Dabei soll ein PSK-Delegierter erst bedroht, dann von einem PKK-Gremium verurteilt und aus dem 10.Stock eines Hochhauses in den Tod gestürzt sein.

Türkische Armee operiert in der Provinz Tunceli

Die 4. Brigade in Tunceli setzt zusammen mit der Gendarmerie ihre Operationen in der Provinz nach der Schneeschmelze fort. Der Generalstab veröffentlichte eine Presseerklärung wonach einige PKK-Camps in den Bergen der Provinz ausgehoben werden sollen. Dadurch wolle man auch Vergeltungsanschläge der PKK verhindern, die mit dem Frühlingsanfang in der Region zunehmen sollen. Nachrichtendienstliche Auswertungen während der Wintermonate sollen ergeben haben, dass die PKK ihre Anschlagsserie ausweiten will.

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