PKK trägt Konflikt nach Deutschland

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PKK trägt Konflikt nach Deutschland

26. Januar 2018 - 20:39
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Nicht nur die Terrororganisation PKK ruft zum Widerstand gegen die türkische Militäroperation in Nordsyrien, auch die ihr nahestehenden Organisationen in Europa haben zum "Widerstand" aufgefordert. In zahlreichen Großstädten im Bundesgebiet versuchen Anhänger und Sympathisanten der PKK öffentlichkeitswirksam auf die Lage aufmerksam zu machen, mitunter auch mit Gewalt.

PKK-Demonstration in Hannover vom 24. Januar

Stuttgart / TP - Die türkische Militäroperation in Nordsyrien unter dem Namen "Olivenzweig" scheint vor allem Anhänger und Sympathisanten der Terrororganisation PKK auf den Plan zu rufen, im Bundesgebiet nicht nur Demonstrationen auszurichten, sondern auch Einrichtungen türkischer Vereine und Konsulate ins Visier zu nehmen. Innerhalb von fünf Tagen nach Beginn der Operation in Nordsyrien, wurden in Deutschland fünf Moscheen Ziele von Anschlägen, mutmaßlich verübt durch Anhänger und Sympathisanten, die von in Deutschland ansässigen Organisationen mobilisiert werden.

Daneben wurden mehrere Fahrzeuge türkischstämmiger Mitbürger beschädigt, zum Teil in Brand gesetzt, Veranstaltungen und deutsche Parteizentralen besetzt. Die Gewaltwelle, die seit mehreren Monaten anhält, will kein Ende nehmen, sie nimmt seit Beginn der Operation in Nordsyrien sogar zu. Massive Probleme bereiten der Polizei vor allem die spontan ausgerichteten Demos, so am Montag, als Anhänger der PKK eine unangemeldete Kundgebung auf der Abflugebene des Flughafens in Hannover-Langenhagen abhielten und dabei Fluggäste einer türkischen Airline angriffen. Die Polizei konnte erst spät mit Einsatz von Pfefferspray die Angreifer zurückdrängen, die mit Fahnenstangen auf die Passagiere losgegangen waren.

Nicht anders verlief nur zwei Tage später eine weitere Demonstration in Hannover, diesmal vor dem türkischen Konsulat. Hier waren zwar 60 Einsatzbusse der Polizei angerückt, um die Demonstration einer PKK-nahen Organisation zu begleiten, aber auch hier kam es zu Übergriffen gegen die Polizei, als einem 14-jährigen eine verbotene Fahne abgenommen werden sollte. Demonstranten versuchten dabei mit Gewalt, den Jungen von der Polizei zu befreien.

In den nächsten Tagen werden weitere Demonstrationen erwartet, die Polizei scheint diesmal aufgrund der Vorankündigung gewappnet. Dennoch kam es u.a. auch am Freitag in Berlin zu tumultartigen Szenen, als vor der türkischen Botschaft in Berlin PKK-Demonstranten auf türkische Gegendemonstranten losgehen wollten, die sich vor der Botschaft postiert hatten. Nur das Eingreifen der Polizei verhinderte schlimmeres. Am Ende der türkischen Kundgebung mussten die Teilnehmer durch eine Polizeieskorte aus dem Viertel begleitet werden. Flaschen und Steine flogen dabei aus dem Lager der PKK-Aktivisten, die von den Mannschaftsbussen der Polizei abprallten. Immer wieder versuchten dabei PKK-Aktivisten, die auflösende Gruppe zu attackieren.

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