Nazis, Atatürk und der Islam

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Nazis, Atatürk und der Islam

26. Dezember 2017 - 15:05
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Aus der Islam-sells-Reihe wird in den deutschen Medien gerade ein Buch des Historikers David Motadel behandelt, in der Hitler islamophile Neigungen angedichtet werden. Bereits 2015 waren im Stefan Uhrigs Buch die „Nazis im Türkenfieber“. Der Focus-Journalist Armin Fuhrer (Axel-Springer-Journalistenschule) feiert diese „bahnbrechende“ Entwicklung.

"Weltblatt" titelt am 11. November 1938 auf der ersten Seite: "Kemal Atatürk gestorben"

Devrim Sirin / DTA - Das ist Teil einer längeren Entwicklung, die sich bereits seit der Sarrazin-Debatte abgezeichnet hat. Ja es stimmt, zehntausende Muslime kämpften in der Wehrmacht und SS. Sie wurden an allen Fronten eingesetzt, von Stalingrad bis Berlin. Allerdings hatten sie keine religiösen Motive. Auch Deutsche Soldaten kämpften im 1.Weltkrieg in der osmanischen Armee. Militärische Interessen machten die Staaten wie so oft zu Waffenbrüdern. Das Hitler-Deutschland diese bereits gewonnene Nähe aus strategischen Gründen fortführen wollte, erklärt sich von selbst.

Die deutsche Bewunderung für die Türken war stets eine Bewunderung aus der Distanz. Das war auch im Nationalsozialismus nicht anders. In Gelehrten-, Industrie- und Bankenkreisen kursierten Vorstellungen, die „muslimischen Völker“ würden nur darauf warten, „durch die deutsche Überlegenheit“ zu neuer Macht und Blüte zu gelangen, wie es in einer der vielen politischen Denkschriften jener Zeit hieß.  So viel zum angeblichen „Türkenfieber“ der Nazis.

Das man in den letzten Jahren auf einmal eine kausale Verbindung von Hitler-Deutschland, dem  Islam und sogar mit dem laizistischen Revolutionär Atatürk -gilt doch die kemalistische Revolution als fundamentaler Bruch mit der Vergangenheit des Osmanischen Reiches- erkennen will, sagt viel über den aktuellen Geisteszustand.

Ja, ein starker Mann brachte das Land mitunter höchst zweifelhaften Methoden auf einen Modernisierungspfad. Auch der Neubau ganzer Städte, wie Atatürk ihn vorantrieb, mag zur Begeisterung in Deutschland geführt haben aber hier versucht man aus dem Staatsgründer der Türkei den Ur-Nazi zu machen. Atatürk forderte die Gleichberechtigung der Frau und kleidete sich wie ein britischer Dandy. Ausgerechnet er soll Hitlers großes Vorbild gewesen sein?

Hitler wird in den letzten Jahren zu einem bloßen Epigon Atatürks degradiert. Man schafft es sogar das „türkische Nazireich“ in die Moderne zu retten. Dazu wird der ethnische Georgier Erdogan zu einem aggressiv-völkischen Islamo-Nationalisten erklärt und schwupp hat man den großen Bogen zu Atatürk. Der nicht ausformulierte „Erdoganismus“  soll angeblich in Vielem dem Kemalismus folgen. Offenkundig will man die deutsche Geschichte relativieren bzw. mit einer zeitgerechteren islamisierten Version ersetzen. Das ist nichts anderes als die Umkehrung der Geschichte.

Der Kemalismus ist auch heute noch zu verschiedenen Seiten hin anschlussfähig. Sowohl linke als auch rechte Türken vereinnahmen Atatürk für sich. Wenn man böswillig ist, kann man aus Atatürk auch den Ur-Nazi machen. Allerdings hegte Atatürk keinerlei Sympathien für Adolf Hitler. Sein berühmtester Satz ist: Frieden in der Heimat. Frieden in der Welt. Auch Atatürks Rede an die Anzac erweist ihn als absoluten Anti-Nazi: „Mütter, die Eure Söhne aus fernen Ländern zum Krieg geschickt habt. Seid nicht mehr traurig. Denn wir haben Eure Kinder fest in unsere Herzen geschlossen. Nachdem sie ihr Leben auf diesem Boden gelassen haben, sind sie nun unsere Kinder.“ Er machte sich auch für die Frauen sehr stark und gilt heute noch als Symbol für den türkischen Feminismus. Für die Nazis waren Frauen nur Gebärmaschinen. Ein Vergleich mit Hitler verbietet sich da einfach.

Atatürk ist bis heute der Kitt, der eine gespaltene und heterogene türkische Gesellschaft zusammenhält. „Der Name Atatürk“, so sagte ein anderer großer Politiker über den türkischen Visionär, „erinnert mich an die historischen Siege eines der größten Männer dieses Jahrhunderts, an seine schöpferische Fähigkeit zu regieren, an seine Weitsicht, an seinen großen Mut und an sein Können als Soldat.“ Das Lob kam von John F. Kennedy. Wer sagte so etwas über Hitler?

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Bild von Nemesis269

...der Islamdebatte im Jahre 2004-2010, sowas erfunden. Die Begrifflichkeit „Islamonazis“, ist dem Islamophoben Geert Wilders, schon 2004 eingefallen“, unter der Schrimherrschaft des Daniel Pipes. In keinem seiner Interviews, auch heute noch, darf der Begriff „its a fäschist eideolodschie“, fehlen. Benjamin Satanyahu, pardon, Netanyahu, ging soweit, dass er für den Holocaust, nur die Muslime verantwortlich seien. Laut seiner Theorie, hätte der „Mufti von Jerusalem“, den Israel vehement der Weltöffentlichkeit „als das Sprachrohr aller Muslime der Welt, selbst derer im tiefsten Takatukaland“,  zu verkaufen, den Hitler nicht dazu  „überredet“, hätte es keinen Holocaust gegeben, den der Hitler „wollte keine Juden töten“. Das muss man sich erst auf der Zunge zergehen lassen. Nur mit der Errichtung der KZ‘s sowie der Medialen antijüdischen Propaganda seit 1933, lange bevor man von dem besagten Mufti hörte, will sich der „Bibi“, was einfallen lassen. 

 

Der wurde von der muslimischen Welt, schon ohnehin zum medialen Clown erklärt, wegen seiner „islamischen“ Holocaustthese, und wenn er jetzt den Göbbels oder Eichmann in, Mahmoud bin Göbbels und Ali Abu Eichmann, „umtauft“, der hat sich seinen „Ruf“, nicht nur bei der muslimischen Welt ohnehin schon verbaut, sonder die Nichtmuslime, könnten auch eine Unterbringung seiner Wenigkeit, in einer gummierten Zelle, in Erwägung ziehen.

 

Da aber Axel Springer Jünger, ich nenne Sie „liebevoll“, proisraelische „Um Nacken Braunfleck Träger“, da sie ihre Köpfe, 24/7 a 365 Tage im Jahr, in den israelischen Hintern „lagern“, wie der Käse in der Salzlacke reifen muss, so lassen Springer Angehörige ihre Köpfe in den israelischen Hintern „reifen“. Das Hintern mit dem „besten Aroma”, hat scheinbar der ultra rechte Avigdor Libermann, der sogar pallästinensiche Kinder töten würde, ein ultraradikaler Siedler aus Russland, der gleich bei seiner Ankunft in Hebron, palästinensiche Kinder, mit einer Fahrradkette, fast totgeprügelt hat.

 

Die Aussagen über den ominösen „Islamofaschismus“ sind definitiv dem vorgefertigten Pamflet aus Tel-Aviv entnommen worden, unter der Schirmherrschaft der ultrarechten, die die expansionitische Politik, nicht nur befürworten sondern fördern und glühend unterstützen. Um eigene Verbrechen zu rechtfertigen, werden die Opfer der Zionfaschisten, und ihres Talmudterrorismuses, selber der irgendwelcher „Verbrechen“ bezichtigt. In Israel reicht schon bloss Palästinenser zu sein, damit das als „Verbrechen und Terrorismus“ klassifiziert werden.  Nur um den Landraub, Mord-und Totschlag, Terror und Expansionismus, den sie seit 1948 an Palästinensern verüben, zu rechtfertigen, nennen Sie ihre Opfer mit kühnsten Namen, und deren Glauben dichten sie die phantasievollen „Ideologien“ an, während sie sich dabei auf einem extremst pervertierrten Buch Namens „Babylonischer Talmud“ berufen, in dem, weder in irgendeinem Kontext, noch in einem Zusammenhang, eindeutig Sachen wie „Den besten der Goyim sollst Du töten“, „ Ein Mädchen von 3 Jahren und einem Tag ist Geschlechtsreif“, „Beischlaf der Goyim ist das selbe wie Beischlaf der Tiere“,...stehen. Wer glaubt die würden sich auf die Thora berufen, der belügt sich selbst. Thoratreuen Juden, wie die der Naturei Karta, die den Talmud selber verteufeln, werden von den Talmudsatansjüngern und ihren Medien, als „Nichtjuden“ , dämonisiert. Also, jemand der in der Synagoge des Satans, hinter der verschlossenen Tür lehrt, dass man die „Goyim“ töten, berauben, versklaven und „wie ein Stück Fleisch behandeln darf“, im selben Atemzug den Islam und den Kur‘ an dämonisiert und Sachen bezichtigt die nicht mal Ansatzweise stehen wie in deren Talmud, grenzt schon an Spott und Hohn. Und solchen Schreiberlingen und Stiefelleckern wie den von den Springermedien, würde ich am liebsten mit einem Altay-Panzer über die Finger fahren damit die nie wieder so einen desinformativen Bullshit tippseln, und ihnen dabei gründlich durchs Maul pflügen.