Im nordsyrischen Afrin detonieren zwei Sprengsätze

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Im nordsyrischen Afrin detonieren zwei Sprengsätze

27. Juni 2018 - 21:59
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Nach der Detonation von zwei Sprengsätzen im nordsyrischen Afrin beschuldigt die Freie Syrische Armee die kurdische Volksverteidigungseinheiten YPG. Sie sollen für den Tod von Frauen und Kindern verantwortlich sein.

Im nordsyrischen Afrin detonieren zwei Sprengsätze

Gaziantep / TP - Nach der Detonation von zwei Sprengsätzen im nordsyrischen Afrin beschuldigt die Freie Syrische Armee die kurdische Volksverteidigungseinheiten YPG. Sie sollen für den Tod von Frauen und Kindern verantwortlich sein. Am Mittwoch war ein Sprengsatz an einem frequentierten Kreisverkehr, die zweite in der Nähe des Kreiskrankenhauses von Afrin detoniert.

Laut der syrischen Beobachtungsstelle für Menschrechte mit Sitz in London, wurden die Sprengstoffanschläge mit präparierten Motorrädern verübt. Ein Kommandeur einer Rebellengruppe der Freien Syrischen Armee (FSA) erklärte gegenüber Reportern, dass die Bombenangriffe ein Weckruf für die FSA und türkische Truppen in der Stadt sei. "Wir haben der Freien Syrischen Armee, den Polizeikräften und unseren türkischen Brüdern erklärt, dass die Sicherheitsaspekte der Stadt Afrin überprüft werden müssen."

Der Kommandeur erklärte des Weiteren, dass "die kurdischen Volksverteidigungseinheiten [YPG] für diese Tat verantwortlich" sind. Laut den Angaben des Kommandeurs wurden dabei mindestens 9 Menschen getötet, weitere Menschen, darunter auch 14 Kinder und 10 Frauen wurden verletzt. Die syrische Beobachtungsstelle spricht von fünf Zivilisten und vier Milizkämpfern.

Der türkische Generalstab ließ verlautbaren, dass die Tat höchstwahrscheinlich einer Splittergruppe der PKK bzw. der YPG zuzuschreiben ist. Nach der Kontrollübernahme durch die FSA hatte die YPG angekündigt, die Region Afrin mit Vergeltungsschlägen von den "Besatzern" befreien zu wollen. 

Der Doppelanschlag trifft die Stadt unerwartet und hart. Bewohner sprechen von totalen Verwüstung im Umkreis der Detonationen. Zahlreiche Häuser seien beschädigt, Geschäfte in Mitleidenschaft gezogen worden. Eine gewisse Ruhe sei nach Monaten wieder in Ferne gerückt, erklärt ein Einwohner der Stadt den Reportern der türkischen CNN.

Inzwischen hat sich eine Gruppe namens "Afrin Hawks" bzw. "Afrin Falcons" zu den Terroranschlägen bekannt. Im sozialen Netzwerk Facebook veröffentlichte eine gleichnamiger Account ein Bekennerschreiben. Beobachter werten das Bekennerschreiben als echt. Die "Afrin Falcons" fielen bereits zuvor mit Attacken auf Rebellengruppen der FSA in der nordsyrischen Region Afrin auf, die sie öffentlichkeitswirksam viral verbreiteten.

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