Türkische Flagge wird Cem-Haus zum Verhängnis

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Türkische Flagge wird Cem-Haus zum Verhängnis

27. Dezember 2010 - 19:03
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Eine Gruppe von Kurden hat in der Nacht zum Montag die Stadt Başakşehir in Angst und Schrecken versetzt

Die aktuellen Schlagzeilen drehen sich um die Kleinstadt Başakşehir auf der europäischen Seite bei Istanbul. Hier versammelten sich in der Nacht zum Montag an die 200 meist vermummte junge Demonstranten am Rande des Stadtteils Sahintepe. Mit verbotenen Symbolen und Sprechchören wie "Biji Apo" marschierte die höchstwahrscheinlich von der PKK iniciierte Gruppe in das Stadtteil ein und richtete erheblichen Sachschaden an Fahrzeugen und Gebäuden an. Die Situation soll eskaliert sein, nach dem die Gruppe eine türkische Fahne an einem Cem-Haus gesichtet haben soll. Die Randalierer sollen die Gäste des Hauses aufgefordert haben, die Flagge vom Gebäude zu entfernen.

Wie die größten Tageszeitungen in den Schlagzeilen nun berichten, soll die Gruppe das Gebetshaus der alevitischen Gemeinde der Stadt mit Steinen und Pflastersteinen beworfen haben, nach dem sich die Gäste der Aufforderung der kurdischen Gruppe nicht gebeugt hätten. Die sieben bis acht Gäste darunter auch ein älterer Herr des Hauses hätten sich mit Mühe gewehrt und die Haupttür zum Gebäude zunächst halten können. Erst als umliegende Anwohner zur Hilfe auf die Straße geeilt seien, sollen die Randalierer vom Haus abgelassen und daraufhin in die Stadtmitte begeben und dort eine Barrikade errichtet haben. Zwischen der Gruppe und den auf an die 500 Anwohner gewachsene Gegenwehr soll es verbale und heftige Auseinandersetzungen gegeben haben, so die Meldungen. Erst als die Polizei mit Verstärkung anrückte, flohen die kurdischen Randalierer in alle Richtungen und richteten bei ihrer Flucht erheblichen Schaden an weiteren Fahrzeugen und öffentlichen Straßeneinrichtungen. Aktuellen Meldungen zufolge, soll die Fahndung nach den Randalierern zur Stunde anhalten und in umliegende Städte ausgeweitet worden sein. Auch die Anwohner der Stadt sollen verstreut in der Stadt nach den Randalierern Ausschau halten, heißt es in der Meldung.

Dabei soll es zu heftigen Zwischenfälle gekommen sein, nach dem die Anwohner einige kurdische Jugendliche gestellt haben sollen. Die Polizei soll nur mit einem großen Aufgebot imstande gewesen sein, die Lage unter Kontrolle zu bringen. Anwohner sollen beruhigt worden sein, um die Situation nicht eskalieren zu lassen. In anderen Meldungen ist davon die Rede, dass alevitische Gruppen nun kurdische Bewohner des Stadtteils aufsuchten, um die Randalierer ausfindig zu machen. In der Folge soll es zu Auseinandersetzungen zwischen den alevitischen und kurdischen Anwohnern gekommen sein.

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