Mord an den Armeniern - Genozid oder nicht? - Ein Briefwechsel

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Mord an den Armeniern - Genozid oder nicht? - Ein Briefwechsel

27. Dezember 2012 - 23:49
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Die Redakteure der GEO die anscheinend nur die herrschende Lesart untermauern wollen, statt wirklich auf einige der Punkte einzugehen, die der Botschafter Karslıoğlu anspricht, bleiben weiterhin viele Antworten schuldig.

Einen interessanten Briefwechsel zwischen dem Botschafter der Türkei, Hüseyin Avni Karslıoğlu (11. Dez. 2012) und der Chefredaktion der GEO EPOCHE (13. Dez. 2012) will ich den Lesern nicht vorenthalten und gleichzeitig mit meinem bescheidenem Wissen ergänzen.

Die Redakteure der GEO die anscheinend nur die herrschende Lesart untermauern wollen, statt wirklich auf einige der Punkte einzugehen, die der Botschafter Karslıoğlu anspricht, bleiben weiterhin viele Antworten schuldig.

Um den Briefwechsel nicht aus dem Zusammenhang zu reißen, werde ich beide Meinungen zusammenführen und entsprechend um meine Meinung ergänzen. Es handelt sich um einen Briefwechsel, der von der GEO EPOCHE auch Online veröffentlicht wurde, zusammen mit dem besagten Artikel in der Ausgabe Nr.56 - 8/2012.

Avni Karslıoğlu erklärt:

Im Jahr 1915 erlebten Türken, Armenier und andere Völker großes Leid. Es zeugt jedoch von keinem objektiven Geschichtsverständnis, auf eine selektive Weise ausschließlich das Leid der Armenier zu thematisieren, die Erlebnisse in verschiedenen Formen zu verzerren und die Ereignisse als Verbrechen der Türken an den Armeniern und als Völkermord darzustellen, der ohnehin im Völkerrecht eindeutig definiert ist. Um eine Tat zum Völkermord zu erklären, bedarf es eines Urteils eines zuständigen Gerichts. Im Hinblick auf die Ereignisse im Jahr 1915 liegt jedoch kein derartiges Urteil vor.

Michael Schaper antwortet:

1. Ihre Behauptung, man dürfe den Begriff "Völkermord" nur dann benutzen, wenn es ein entsprechendes Gerichtsurteil gibt, erscheint mir haarspalterisch (zumal es ein entsprechendes Gerichtsurteil tatsächlich gibt: 1919 verurteilte ein osmanisches Kriegsgericht den ehemaligen Großwesir Talaat Pascha wegen vorsätzlichen Massenmordes an Armeniern in Abwesenheit zum Tode). Wenn mehr als eine Million Menschen einer bestimmten Volksgruppe durch Gewalt ums Leben kommen, ist es meiner Meinung nach naheliegend, von Völkermord zu reden. Zudem: Würde ein Verzicht auf diesen Begriff irgendetwas an den Fakten ändern?

Während Karslıoğlu den rechtlichen Aspekt des Begriffs Völkermord erklärt, die durch die UN-Konvention gegen Völkermord seit 1948 gedeckt wird und rückwirkend nicht anzuwenden ist 1, zieht Schaper es vor, den in Abwesenheit wegen Kriegsverbrechen verurteilten Talaat Pascha als eindeutiges Indiz für den Völkermord festzustellen und den Begriff an sich lapidar als Fakt anzusehen. Schaper hat wohl noch von keinem anderen Kriegsgericht nach dem Ersten Weltkrieg gelesen, wo Personen wegen Kriegsverbrechen angeklagt wurden. Jedenfalls hat man sie nicht wegen Menschheitsverbrechen angeklagt, wie es Schaper gern hätte 2 oder weil man nicht beweisen konnte, das es Kriegsverbrechen gewesen seien. Fakt ist nur, das Kriegsgerichte überall wo der Weltkrieg gewütet hatte, abgehalten wurden, aber keiner in Zusammenhang mit irgend einem Veto der Kriegsparteien 3.

Schaper erkennt nur nicht, dass die Osmanischen Kriegsgerichte vollkommen unter der Kontrolle der Alliierten standen, und was erschwerend hinzukommt, dass der Nachkomme des einst vom Triumvirat selbst gestürzten Sultans, diese Kriegsgerichte geradezu selbst anstieß. Man braucht kein Hellseher zu sein, um zu erkennen, wieso es der Thronanwärter so eilig hatte, alle aus dem Verkehr zu ziehen, die ihm oder der Tripple Entente immer noch gefährlich werden konnten. 

Auf der anderen Seite darf man nicht vergessen, dass von den meisten, die wegen Kriegsverbrechen angeklagt und für Kriegsverbrechen in den einzelnen Provinzen verantwortlich gemacht wurden, entweder frei kamen, also freigesprochen wurden oder für schuldig befunden wurden, wovon 3 von insgesamt 16 Todesstrafen wirklich vollstreckt werden konnten. Man kann selbstverständlich alle Gerichtsakten minutiös in die einzelnen Prozesse aufdröseln, wie es angeblich Taner Akcam gemacht habe (er bleibt uns immer noch schuldig, wie er das gemacht haben soll, ohne Kenntnisse der Wort und Schrift im osmanischem). Die restlichen 13 Todesurteile ergingen in Abwesenheit der Angeklagten, darunter gegen Talaat Pascha. 

Dann gibt es noch das Militärtribunal in Malta, die von den Engländern selbst eingerichtet wurde. Während der Verhandlungen und Prozesse wurde etwa die Hälfte nach Malta überführt. Die Konsequenz dort war, das man die Gefangenen allesamt freiließ, nach dem die Briten nichts belegen oder beweisen konnten, man war quasi not amused! 4 5

Was den letzten Punkt angeht, hat Schaper erneut ein falsches Verständnis der Völkermord-Konvention, die ja auf diesen Begriff aufbaut. Es geht nicht darum, wie viele umgebracht werden, es geht nur um die Absicht zur Vernichtung einer Gruppe. Es muss eine über den Tatvorsatz hinausgehende Absicht vorliegen, eine nationale, ethnische, rassische, religiöse oder auch soziale Gruppe als solche ganz oder teilweise zu zerstören. Bislang kann diese Absicht nicht belegt werden, weder schriftlich noch mündlich.

Avni Karslıoğlu schreibt:

Obwohl sämtliche türkische Archive offen zugänglich sind, konnte bislang nicht ein einziges Dokument gefunden werden, wonach die damalige osmanische Regierung die Umsiedlungen mit dem Ziel der planmäßigen Vernichtung der Armenier eingeleitet hat. Die Tatsache, dass die osmanische Regierung im Zusammenhang mit den Umsiedlungen Maßnahmen im Hinblick auf den Schutz der Routen und Siedlungen für die in die südlichen Provinzen verbrachten armenischen Kolonnen getroffen und diese mit Verpflegung unterstützt hat, ist ein Beleg für die Unhaltbarkeit des Völkermord-Vorwurfes.

Michael Schaper dazu:

2. Es mag durchaus so sein, dass es kein Dokument gibt, das belegt, dass die damalige türkische Regierung die "Umsiedlungen" der Armenier angeordnet hat. Aber wenn Sie mir diese Bemerkung erlauben: Auch zu der von den Nationalsozialisten betriebenen Ermordung der europäischen Juden gibt es keinen überlieferten Befehl Adolf Hitlers; dennoch sind die Fakten doch unbestritten. Auch hier scheinen Sie rein formal zu argumentieren; Tatsache ist doch, dass 1,2 Millionen Armenier "umgesiedelt" wurden und dass dabei mehr als eine Million Menschen ums Leben kamen. 

Wie bereits erörtert, gibt es kein Beleg, kein Dokument, dass darauf hindeutet. Gebe es einen, hätten die Engländer oder die Franzosen ihre eigenen Kriegsgerichte abgehalten, dazu waren sie jedenfalls nicht nur wegen ihrer Position befähigt, sondern auch wegen ihrer angeblichen unzähligen Beweise, mit denen sie während des Kriegsverlaufes nicht nur der Osmanischen Führung Kriegsverbrechen unterstellten, sondern auch den Deutschen an der West- oder Ostfront. Das nannte man damals Propaganda6, was ja mit dem Ersten Weltkrieg erst so richtig aufblühte. Jedenfalls hatte man nach Kriegsende kein Interesse, die eigene Propaganda als wichtige Beweise den Kriegsgerichten vorzulegen.

Zu Adolf Hitler: wer heute immer noch meint, es gab keinen Befehl, keinen schriftlichen oder mündlichen, der hat doch tatsächlich eine ganze Epoche verpasst. Spätestens nach der Wanseekonferenz war alles unter Dach und Fach und die mündlichen Führerbefehle zur Judenvernichtung wurden mehrfach durch Briefe und Anordnungen hoher NS-Führer bestätigt, sogar in der Wochenzeitschrift "Der Reich", was heute kein Historiker mehr anzweifelt, ausser der GEO EPOCHE Redaktion. Es ist geradezu bezeichnend, dass Deutsche vorgeben, osmanische Geschichte zu kennen, aber selbst die Geschichte zu Holocaust völlig falsch einschätzen 7 8 9.

Tatsache ist, es gab "1,2 Millionen Armenier" und Tatsache ist, dass die us-amerikanische Hilfsorganisation Near East Relief alleine in Syrien mehr als 486.000 Armenier versorgt haben will 10 11 12 und Staatssekretär Lansing US-Präsident Wilson davon unterrichten lies, dass die Hilfsorganisationen im Osmanischen Reich jeden Monat mit 1 bis 2 Millionen US-Dollar unterstützt wurden (Archivmaterial im US-Nationalarchiv). Fragt sich jetzt nur, wenn sie da unterstützt haben? Doch sicherlich nicht die Kriegsgegner und die Zivilisten des Kriegsgegners!

Schaper geht dann weiter mit Punkt 3

3. Wenn Sie schreiben, "die osmanische Regierung (hat) im Zusammenhang mit den Umsiedelungen Maßnahmen im Hinblick auf den Schutz der Routen und Siedlungen für die in die südlichen Provinzen verbrachten armenischen Kolonnen getroffen und diese mit Verpflegung unterstützt", so kommt mir diese Wahrnehmung der Realität angesichts des unfassbaren Leids, das die Armenier auf diesen Todesmärschen erlitten und das wir in unserem Heft ausführlich dokumentiert haben, sehr ungewöhnlich vor, um nicht zu sagen: zynisch. 

Herr Schaper kennt den Kontext nicht, u.z. die Zeit von damals und die Gegebenheiten, denn er lebt im Hier und Da, weshalb er sich auch ein Urteil bilden darf. Die Realitäten sahen damals anders aus. Gerade dann wenn Krieg herrscht, Hungerkatastrophen das Land heimsuchen, ist die Versorgung von Zivilisten kaum zu bewältigen, das merkten ja die Deutschen selbst - man darf ja nicht vergessen, das Osmanische Reich wurde ziemlich isoliert, hing eigentlich nur noch am Tropf der Mittelmächte, die über den Balkan versuchten Kriegsmaterial herbeizuschaffen, nicht so sehr Lebensmittel und Medikamente. Zynisch ist dann nur noch die Bemerkung, man habe ja die "Todesmärsche" quasi dokumentiert. Hat der Herr mal die Todesmärsche im Balkan gesehen oder die in Belgien oder sonst in einem anderen Land, wo der Erste Weltkrieg wütete?

Avni Karslıoğlu erklärt sich weiter:

Obwohl sämtliche türkische Archive offen zugänglich sind, konnte bislang nicht ein einziges Dokument gefunden werden, wonach die damalige osmanische Regierung die Umsiedlungen mit dem Ziel der planmäßigen Vernichtung der Armenier eingeleitet hat. Die Tatsache, dass die osmanische Regierung im Zusammenhang mit den Umsiedlungen Maßnahmen im Hinblick auf den Schutz der Routen und Siedlungen für die in die südlichen Provinzen verbrachten armenischen Kolonnen getroffen und diese mit Verpflegung unterstützt hat, ist ein Beleg für die Unhaltbarkeit des Völkermord-Vorwurfes.

und Michael Schaper antwortet:

4. Da Sie in Ihrem Brief auf die osmanischen Archive verweisen, möchte ich Sie auf das Buch "Young Turks' Crime Against Humanity: The Armenian Genocide and Ehtnic Cleansing in the Ottoman Empire" von Taner Akçam hinweisen. Darin räumt der Autor mit dem weitverbreiteten Mythos auf, in den osmanischen Archiven gäbe es keine Belege für Vorsätzlichkeit. Das Besondere an dem kürzlich erschienenen Buch ist, dass der Autor nachweist, wie sich anhand von osmanischem Archivmaterial die Mentalität der jungtürkischen Befehlshaber, die Befehlsketten sowie bis ins Detail die Abläufe rekonstruieren lassen. Er weist auch nach, dass neben den offiziellen auch inoffizielle Befehle erteilt wurden, die natürlich nicht dokumentiert sind, die sich aber aus den Protesten einzelner Beamter, die sich weigerten, diese Befehle auszuführen, rekonstruieren lassen. Und natürlich erlauben auch die Abläufe der Ereignisse, wie sie wieder und wieder geschildert wurden, Rückschlüsse auf den Inhalt der Befehle – sprich darauf, dass die Tötungen keineswegs "Unfälle" waren, sondern systematisch geplant. 

In dieser Frage verweise ich auf die türkischen Historiker 13 14, die Taner Akcam sehr wohl kennen und behaupten, er könne das Archivmaterial nicht ausgewertet haben, zumal er der osmanischen Sprache und Schrift nicht mächtig ist. Auch sonst ist keiner in seinem Umfeld befähigt, Osmanische Dokumente zu entziffern, geschweigeden zu lesen. Bislang sind die Osmanischen Archive offen und bislang ist es auch keinem anderen ausländischen Forscher gelungen, was Taner Akcam angeblich gelungen sein soll. Sogar Hilmar Kaiser, der sich ja in diesen Archiven anscheinend frei bewegen kann, kann keinen Vorsatz feststellen. Schlimmer noch, es scheint das er vom Glauben abgefallen ist. So bezeichnen jedenfalls die Armenophilen seinen "Report" 15. Jetzt Frage ich mich nur, ob man Taner Akcams Buch auch gelesen und verwertet hat oder einfach mal so aus dem Stehgreif heraus etwas in den Raum wirft. Letztere scheint eher zu sein, denn gerade die türkischen Historiker, aber auch ausländische Historiker wie der Herr Botschafter angeführt hat, halten von diesem Buch geradezu wenig bis gar nichts, so lange man seine angeblich 17 Jahre andauerndes Werk nicht komplett ausgewertet hat. Noch besser, man hält es sogar für eine Sammlung von Vahakn N. Dadrians Lebenswerk, nur mit einem neuen Buchrücken aufgezogen.

Michael Schapner schreibt dann weiter:

5. Auf die endlose Liste angeblicher Gegner der Genozid-These möchte ich nicht weiter eingehen. Viele der von Ihnen genannten Autoren haben sich vor längerer Zeit oder nur am Rand zu dem Thema geäußert. Gleichzeitig wäre die Liste von seriösen Wissenschaftlern, die den Tatbestand des Genozids für unbestreitbar halten, um ein Vielfaches länger. In diesem Zusammenhang möchte ich nur auf die Arbeiten des renommierten Historikers Hilmar Kaiser verweisen, etwa auf seinen Beitrag im "Oxford Handbook of Genocide Studies" (2010), oder auf den Aufsatz des Historikers Fikret Adanir "Die historiografische Kontroverse über die 'Armenische Frage' und den Völkermord an den osmanischen Armeniern im Ersten Weltkrieg" in dem Band "Turkey in the Twentieth Century" (Berlin 2008). 

Ja Herr Schaper, die Liste angeblicher Befürworter der Genozid-These sind ellenlang, weil man die eigene Theorie auf Händen tragen will. Wie gesagt, es bleibt ihnen überlassen, wie sie historische Ereignisse anpacken und wiedergeben, es gibt auch die andere Seite der Medaille 16. Es ist bezeichnend dafür, dass die Forschung hierzu noch in den Kinderschuhen steckt und die Historie dadurch noch die eine oder andere überraschende Wendung nehmen kann, vor allem dann wenn nicht einmal an der Oberfläche des ganzen gekratzt wurde. Wir haben es an Hilmar Kaiser gesehen und an vielen anderen, die je nach Forschungsstand die "Lager" wechseln und die Anhänger der einen oder anderen These dadurch positiv oder negativ einstimmen. Von der GEO EPOCHE hätte man dahingehend etwas neutrales erwartet, aber wie es scheint, hält man sich an die Lesart, die auch weniger Probleme bereitet. Nicht auszumalen, wenn man etwas anderes als das gewohnte Bild gezeichnet hätte.

1.Völkermord - Definition nach Wikipedia

2.Leipziger Prozesse - Wikipedia - Die Leipziger Prozesse stellten den ersten Versuch dar, Kriegsverbrechen zu ahnden, die während des Ersten Weltkrieges von Deutschen begangen worden waren. Sie wurden in den zwanziger Jahren am damals höchsten deutschen Gericht, dem Reichsgericht in Leipzig, verhandelt. Die Prozesse fanden zwischen 1921 und 1927 statt. Es gab insgesamt 17 Gerichtsverfahren.

3.Auszug aus einem Referat von Hans Hauptmann - Die Verbrechen der österreichisch-ungarischen Armee im Ersten Weltkrieg und ihre Nicht-Bewältigung nach 1918 - Referat auf der 23. Jahrestagung der amerikanischen "German Studies Association" in Atlanta (7.-10. 10. 1999)

4.Inter-allied tribunal attempt - Wikipedia Auszug: "The prisoners were found not guilty due to a lack of evidence"

5.Armenian Allegations and Deportees of Malta - By Ayhan Ozer - Besonders interessant dabei der Brief des Britischen Botschafters in Washington, R.C. Craigie an Lord Curzon, 13. Juli 1921, Britisch Foreign Office, Nr. 371/6504/8519

6.Bluebook - Wikipedia - "The treatment of Armenians in the Ottoman Empire" - Viscount Bryce and Arnold J. Toynbee

7.NS-Archiv - Dokumente zum Nationalsozialismus - Ansprache Adolf Hitlers vor den Oberbefehlshabern auf dem Obersalzberg.

8.NS-Archiv - Dokumente zum Nationalsozialismus - Ansprache Adolf Hitlers, Aufzeichnung Generaladmiral Boehm

9.NS-Archiv - Dokumente zum Nationalsozialismus - Ansprache Adolf Hitlers, Tagebuch Halder

10.Armenian casualties of deportations - Wikipedia Auszug: "The USA government source puts the number of deported people 486,000, and it also includes the resource size requested to coordinate the American Committee for Relief in the Near East efforts."

11.Census Sense - Tall Armenian Tal

12.The document summarize the Armenian casualties of deportations. Published in 1916 - United States Federal Government - Auszug: Total: 486.000 - February 3, 1916 - Document No. 58 American Consulate, Aleppo, Syria, February 8, 1916.

13.Sükrü Server Aya - turkishnews.com - "Taner Akcam a cevap"

14.T.C. Basbakanlik Atatürk Kültür, Dil ve Tarih Yüksek Kurumu - Divân-ı Harb-i Örfî Mahkemelerinde Ermeni Tehciri Yargılamalarına İstatistiksel Bir Bakış (1919-1921) - Feridun Ata

15.Hilmar Kaiser - "Regional resistance to central government policies: Ahmed Djemal Pasha, the governors of Aleppo, and Armenian deportees in the spring and summer of 1915" - Journal of Genocide Research, Volume 12, Numbers 3-4, September 2010 , pp. 173-218 (46)

16.Roderic H. Davison (George Washington University), Edward J. Erickson (Marine Corps University und Institute of Turkish Studies, Georgetown University), Jacob C. Hurewitz (Harvard University), Yitzchak Kerem (Hebraic University of Jerusalem), Bernard Lewis, Guenter Lewy (University of Massachusetts-Amherst), Heath Lowry (Princeton University), Justin McCarthy (Louisville University), Andrew Mango (University of London), Jeremy Salt (University of Melbourne), Stanford J. Shaw (University of California -Los Angeles), Stefano Trinchese (Universität Chieti, Italien), Gilles Veinstein (Collège de France), Brian G. Williams (University of Massachusetts-Dartmouth) und Robert F. Zeidner (University of Utah). Sogar der deutsche Historiker Eberhard Jäckel unterstützt Guenter Lewys Analyse.