Russische Kampfjets bombardieren al-Bab

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Russische Kampfjets bombardieren al-Bab

27. Dezember 2016 - 01:20
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Russische Su-24 und Su-34 Kampfjets sollen an Luftangriffen auf Stellungen der Terrormiliz in al-Bab teilgenommen haben. In Gaziantep wurden gepanzerte Einheiten in Richtung syrische Grenze in Marsch gesetzt. Oppositionelle Milizen sollen an Operation "Schutzschild Euphrat" teilnehmen.

Spezialeinheiten türkischer Bodentruppen bereiten sich vor

Gaziantep / TP - Die russische Luftwaffe führt laut übereinstimmenden Meldungen Luftangriffe auf Schlüsselstellungen der Terrormiliz IS in al-Bab. Arabische Medien berichten, dass die Luftangriffe zur Unterstützung der türkischen Bodenoffensive auf die nordsyrische Stadt al-Bab dienen sollten.

Militärischen Quellen zufolge starteten die russischen Kampfjets vom syrischen Luftwaffenstützpunkt Kuweyres, rund 50km. östlich von Aleppo gelegen. Ziele waren demzufolge schwerpunktmäßig Stellungen der Terrormiliz IS im Südosten von al-Bab. Seit vergangenem Donnerstag halten türkische Bodentruppen die wichtige Anhöhe und Schlüsselstellung Jabal Aqeel (Akil Berg) im Westen der Stadt.

In Gaziantep wurden laut der Tageszeitung Hürriyet 18 Schützenpanzer und weitere Mannschaftstranporter in Marsch gesetzt. Sie sollen die Operation "Schutzschild Euphrat" unterstützen. Tage zuvor wurden bereits mehrere Panzerhaubitzen und gepanzerte Mannschaftstransporter nach al-Bab entsendet.

Al Jazeera meldet unter Berufung auf Quellen in Idlib, dass die Türkei sich für eine große Anzahl von Flüchtlingen bereit macht, sie im Land aufzunehmen. Es wird befürchtet, dass das syrische Regime ihre Militäroffensive nach der Einnahme Aleppos nun auf Idlib richten wird. Bislang habe das syrische Regime und Russland aufgrund der türkischen Aktivitäten in der Region auf Bombardements verzichtet.

Laut dem Bericht sollen oppositionelle Milizen samt Familien von türkischen Behörden in Listen aufgenommen worden sein, um in die Türkei evakuiert zu werden. Ausgeschlossen sollen jedoch Milizen die eine Verbindung zur Al-Nusra-Front aufweisen. Die Milizen die evakuiert werden, sollen im Gegenzug an den Operationen der türkischen Bodenoffensive gegen die Terrormiliz IS herangezogen werden, heißt es weiter. Man spricht dabei von bis zu 500 Kämpfern.

Eine weitere Front könnte sich anderslautenden Berichten zufolge nun auch an der westlichen syrisch-türkischen Grenze auftun. Die Region um Bayirbucak und Turkmendagi im Nordwesten Syriens wird von turkmenischen Milizen gegen das syrische Regime sowie kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) gehalten, dem Ableger der Terrororganisation PKK sowie der militärische Arm der syrischen Partei PYD. Die turkmenischen Milizen sollen Berichten zufolge bereits auf alle Eventualitäten vorbereitet sein, bei massiven Kampfhandlungen sich in die Türkei zurückzuziehen und an der Militäroffensive der Türkei zu beteiligen. 

 

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